Sonntag, 18. Juni 2017

Aysenputtel (allein) in New York: Tag 5

Und? Seid Ihr fertig? Alles gelesen und angeschaut?
Dann geht's jetzt weiter mit dem 5. und 6. Tag.

Vorweg muss ich noch was loswerden: Tut mir Leid, dass ich zur Zeit kaum Zeit finde, bei Euch vorbeizuschauen und vor allem zu kommentieren. Erst NY, dann die ungeplante Türkei Reise hat mir so einige Zeit geraubt. Dann hab ich sofort angefangen zu arbeiten (klar...) und nun muss ich bis zum Ende des Monats mein Manuskript an den Verlag abgeben, weswegen ich gerade richtig Zeitdruck habe und jede freie Minute am PC sitzen und alles abtippen muss.

Aber ich möchte mir zwischendurch dennoch die Zeit nehmen und solange die Erinnerungen noch frisch genug sind, diesen Reisebericht hier archivieren. (Also, eigentlich eher für mich als für Euch, sorry);)

So, feddisch.

5.Tag :

Da ich einen Tag zuvor eigentlich noch den neuen Freedom Tower (One World Observatory) und seine tolle Aussicht genießen wollte, es aber eine sehr lange Schlange gab, wollte ich am nächsten Morgen, also heute ganz früh dahin. Unser Hotel war ja schließlich fast nur einen Steinwurf davon entfernt. Und ein kleines Frühstück gab's oben im Tower-Cafe, mit einer Bombenaussicht.


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Ich bezahlte dafür Eintritt (ca.34 $) und wir fuhren hoch.



Oben angekommen (was unheimlich schnell ging),  sahen wir direkt auf eine Leinwand und guckten uns ein paar kurze Filmchen (Bilder aus New York) an. Kaum war es zuende, erhob sich die Leinwand und plötzlich starrten wir auf die obige Aussicht... 360 Grad. Es verschlug uns die Sprache!







So war also der  Blick damals, vom World Trade Center....... Gänsehaut...



 Man konnte sich Tablets + Kopfhörer ausleihen, auf denen man zu jedem Gebäude Informationen in beliebiger Sprache zu hören u. zu sehen bekam.
Auf dieser unteren Plattform sah man auf einen Bildschirm, dass so aussah, als wenn man nach unten gucken und die Straßen und Autos sehen würde. Da ging einem schon so'n bissken die Düse, hömma!:)


Der Aufzug war auch eine Attraktion für sich. Wir alle so: "Wooaaaaah!"  Uns blieben die Münder offen. Die haben da doch tatsächlich Bildschirme an den Wänden gehabt, und es sah so aus, als wenn man durch die Fenster nach draußen schauen und sehen würde, wie man gerade runterfährt. Also nix für schwache Nerven. Ey, die spinnen doch, die Amis!:) 

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Es  ging also wieder runter und dann direkt zum  Battery Park, umme Ecke, und von dort aus auf die Staten Island Ferry. Diese fährt jede 20 Minuten hin &her und ist umsonst! Ne tolle Sache, wenn man einfach nur mal an der Freiheitsstatue vorbei fahren und die Sykline von weitem betrachten möchte.




Drüben, in Staten Island angekommen, nahm ich mir ein Taxi und gab dem Taxifahrer meine Zieladresse an. Es war die, wo das "House of the Godfather" stand. Nämlich Longfellow Avenue 110. Der nette Taxifahrer Mohammad musste die Adresse erst mal bei google maps eingeben. Gab wohl doch nicht so viele eingefleischte und kreesi "Der Pate" Fans wie mich:) Auf den Weg dorthin musste ich ihm erst mal von dem Film erzählen und warum ich ihn so liebte. Er hatte ihn wohl noch nie gesehen. Ne Schande, sowas!:)

Ich bat ihn, kurz auf mich zu warten, machte meine Fotos (hatte vorher die Bewohner um Erlaubnis gefragt... Will's mir ja nicht verscherzen, mit den Dons. Ich machte Ihnen ein Angebot, dass sie nicht ablehnen konnten) ;)

Hier feierte also Don Corleone im ersten Teil, in den allerersten Minuten des Films, die Hochzeit seiner Tochter, machte "Geschäfte" in seinem dunklen Hinterzimmer, die Kinder wuchsen hier auf, Michael Corleone (später selbst als Don) wurde in seinem Schlafzimmer hier angeschossen, und und und... Für mich als großer Fan war das ein historischer Moment... Öy, lach nisch!


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Dann ging es wieder zurück zur Ferry Station und ab nach "Hause", ins Hotel.



Nach einem kurzen Päuschen im Hotel, Zwecks Stärkung und Entspannung (Boah, dieser Milchreis war so lecker!) , ging es wieder raus auf die Straße. Ich nahm mir ein Taxi, weil ich jetzt die Brooklyn Bridge genießen wollte, auf dem Hinweg im Auto und auf dem Rückweg zu Fuß.



Kurz hinter der Brücke stieg ich irgendwo aus und wollte erst mal ein wenig herumspazieren, in der Gegend.





Dort in der Ecke wollte ich unbedingt diesen berühmten Platz in Dumbo/ Brooklyn finden und live sehen. Ich suchte zunächst ein bisschen herum und dann fand ich ihn....  Tadaaa!




JETZT konnte ich rüber zum  Brooklyn Park gehen.






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Dann lief ich zur Brücke hoch (dauerte ein wenig, bis ich den Weg dort hoch fand). Als ich los ging, war es noch recht hell. Bis ich ankam wurde es schon fast dunkel. Das sieht von weitem nicht so lang aus, ist aber ein ganz respektabler Fußmarsch!








Und kurz vor dem Ende der Brücke eröffnete ich ein Whatsapp Video Chat mit meinem großen Sohn. Ich zeigte ihm die Gegend und wir liefen "zusammen" bis zum Hotel zurück. Er fand's  auch cool:)



Leute, ich glaube, vom 6. Tag muss ich ein anderes Mal berichten. Nur dieser Teil hat mich schon wieder einige Stunden gekostet, mit kleinen Pausen. Mehr schaffe ich heute nicht, muss jetzt schnell weitertippen.

Aber ich verspreche, den nächsten Teil so schnell wie  ich kann zu zeigen. Sii yu leyter, eligeyter!

(Und in den nächsten Berichten werde ich auch auf jeden Fall noch auf das Thema Essen&Preise eingehen, liebe Corinna (Frau Mahlzahn), versprochen!):)


Donnerstag, 15. Juni 2017

Aysenputtel (allein) in New York: Tag 3 + 4

And here we go!

Der 3. Tag fing selbstverständlich wieder mit einem kräftigen, amerikanischen Frühstück an. Schließlich waren wir den ganzen Tag (meist zu Fuß) unterwegs. Es waren fast immer zwischen 15.000 bis 30.000 Schritte täglich. Trotz üppigem Essen nach Lust und Laune hatte ich sogar 1 kg abgenommen. Unglaublich , was viel Bewegung ausmacht!

Es waren die leckersten Pancakes, die ich jeh  gegessen hatte. Weil sie auch meine allersten waren, die ich jeh gegessen hatte. Ich hab sie mir für New York aufgehoben:)


Es war ein regnerischer Tag, deswegen bot sich Shopping an. Ich machte mich mit dem Taxi auf den Weg. Da hatte ich die Subway noch nicht so ganz raus, war mir zu unsicher, deswegen nahm ich ein Taxi. Was für ein Fehler! Es war ein mieser Verkehr und es dauerte vieeel viel länger, als wenn ich mit der Subway gefahren wäre (vor allem wäre sie umsonst gewesen. Na ja, was soll's) Ich bin alleine, früher losgefahren, weil ich noch einen Bekannten aus der WW-Community treffen wollte.
Er war zufällig auch zu dem Zeitpunkt in New York, und als wir beide das erfuhren, hatten wir uns schon in Deutschland verabredet. Wir kannten uns nur online und fanden es beide irre, das wir uns zum ersten Mal in New York treffen sollten. Dort erfuhren wir dann auch, dass wir in Deutschland sogar sehr nah beieinander wohnen. Er kam mit seiner Freundin und wir wollten uns bei Macy's treffen.


Macy's ist unglaublich groß. Das größte Kaufhaus der Welt gibt es seit 1858. Es ist fast 200.000 m² groß und hat 10 Etagen. Ich konnte nicht genau zählen, aber ich glaube es waren 5-6 Eingänge.
Mir, Shopping-Muffel, wurde es schon nach einer halben Stunde zuviel, ehrlich gesagt.

 Wir gingen raus und saßen noch ein wenig bei Starbucks. Später kamen meine Reisegefährtinnen noch dazu und wir verabredeten uns alle für's Abendessen bei Katz's Delis. Ihr wisst schon... *zwinker* Da wollte ich auch noch unbedingt hin.



OK, wir saßen nicht genau an dem Tisch, wo auch Harry und Sally saßen (nämlich einen Tisch daneben), und ob wir das Gleiche hatten, was Sally hatte, weiß ich auch nicht, aber... Ich sach ma so: Das Essen war schon mehr als befriedigend;) Alter Schwede, war DAS lecker!
Rindfleisch, ganz speziell gegart und zubereitet, ein Träumchen.
Und der Laden ist einfach Kult!

Später fuhren wir nach Hause, haben den Abend auch noch entspannt und gemütlich ausklingen lassen, so genau weiß ich's aber gar nicht mehr. Dafür hatte es der nächste Tag aber in sich gehabt!


4. Tag:

Heute hatten wir einiges vor. Grand Zero, 9/11 Museum und für nachmittags hatte ich die "Sex and the City" Tour gebucht. Dann kamen noch 2 Higlights dazu, die wir so nicht unbedingt für den Tag geplant hatten, aber es bot sich spontan an. Dazu aber später mehr.

Nach einem kräftigen Frühstück mit Gemüse-Feta-Omlett und Bratkartoffeln (ja, das essen die Amis zum Frühstück!) und French Toast mit Ahornsirup, ging es nur ein paar Schritte weiter zum Grand Zero.



 "Die beiden Pools des 9/11 Memorial sind genau an der Stelle, wo ursprünglich die Twin Tower standen. Sie sind wie zwei riesige Fußabdrücke für das ehemalige World Trade Center am Ground Zero in New York. An zwei verschiedenen großen bronzenen Flächen sind die Namen aller Opfer eingraviert – da bekommt man Gänsehaut, wenn man vorbei geht. Wegen der Pools heißt das Memorial auch „Reflecting Absence“– „Sei dir bewusst, was fehlt“. Die Namen aller Opfer wurden auf Bronzeplatten rund um die beiden Wasserbecken geschrieben. Das 9/11 Memorial umfasst die großen Pools und ein Stadtpark-Gelände." (Quelle:lovingnewyork.de)

Die Gänsehaut bekam man tatsächlich... Vor allem, wenn man Blumen an einigen Namen sah. Daran erkannte man, dass diejenige Person an dem Tag Geburtstag hatte...

Das 9/11 Museum. Es geht einfach unter die Haut...
 Man wird im Zeitraffer an diesen Tag zurückversetzt. Filme, Videos, Stimmen Angehöriger... Teile von den Treppen der Türme, Stahlträger, die Reste der Antenne des Nordturmes, von Bürgersteigen, Straßenschildern etc., persönliche Gegenstände der Opfer... Vorbei an den deformierten Feuerwehrfahrzeugen...  Es war schon sehr berührend und bedrückend. Zwischendurch konnte ich meine Tränen nicht zurückhalten. Nach wie vor unfassbar, was dort an jenem Tag geschah...





Danach machten wir uns auf den Weg zum Washington Square Park. Wir wollten am Haus vorbei, in dem der Film von Will Smith, "I'm a legend" gedreht wurde.

Dort war es. Die Hausnummer 11 ...  Und gegenüber der berühmte Bogen.



Dann ging es weiter, zu unserem Treffpunkt für die Sex and the City-Tour, am Brunnen, Nähe Plaza Hotel/Central Park. Also, alle Fans der Serie , aufgepasst! Jetzt kommt was für Insider. Alle anderen können ruhig weiterscrollen:)

Die Tourleiterin war sehr witzig und smart. War alles sehr unterhaltend, das Ganze.




 Alles bekannte Orte aus der Serie. Public Library, z.B.... Dort , wo Carrie's Hochzeit geplatzt ist.
Oder der "Laden", wo Charlotte ihren "Rabbit" gekauft hatte (dort wo "Love..Sweet..." steht) Oder ihr Fitness Center, New York Sports Club...


Diese Lokalität erkennt jeder SATC-Fan wieder, oder? Das Jungesellen-Dinner von Carrie und Mr. Big, im Buddakan...

 Dort unten (oberes Foto) war Samatha's Wohnung, wo auch ihre Terassenparty stattfand. Links unten das Restaurant, wo Carrie an ihrem Geburtstag allein saß, als niemand kam.
Rechts unten, der Möbelladen von Aiden...

Die berühmt berüchtigte Magnolia Bakery... Die Cupcakes, die wir im Bus bekamen, waren schrecklich. Schmeckten nach nichts. Ach , doch, nur nach Fett und Zucker.
Aber der Apfel-Walnuß- Muffin, den ich gekauft und gegenüber vom Laden gemütlich verspeist habe, war der leckerste, den ich je gegessen habe... Hammer!


Dann letztendlich zu DEM Ort schlechthin: Carrie's Wohnung, auf der Perrystreet.



 Danach gingen wir essen. In die Pizzeria, wo es angeblich die beste Pizza New York's gibt, auch in Greenwich Village. Der Laden ist nicht sonderlich groß, aber mit den holzverkleideten Wänden und Nischen ein Hingucker und hat Flair. Wenn man den Wänden und den Fotos glauben schenken kann, waren und sind dort oft irgendwelche Promis. Die Pizza, besonders der Boden, war schon sehr gut, aber ich habe hier auch schon bessere gegessen. Hat mich jetzt nicht umgehauen.


Als wir in der unmittelbaren Nähe vom Highline Park waren, wollte ich es unbedingt sehen. hatte schon viel davon gesehen und gelesen.

"Der High Line Park ist ein relativ neuer Park, der 2009 im Herzen Manhattans eröffnet wurde. Der Park ist sehr beliebt und zählte bereits ein Jahr nach der Eröffnung über zwei Millionen Besucher.Der High Line Park befindet sich auf einer 2,3 km langen, stillgelegten Hochbahntrasse, die in den 1930er Jahren erbaut wurde. Ab 1934 wurde die Bahntrasse, die parallel zur 10th Avenue verläuft, dafür genutzt, Fleischwaren und Geflügel in den westlichen Teil Manhattans zu transportieren. Als der Transport mehr und mehr auf die Straße verlagert wurde, machte dies die Bahntrasse zunehmend überflüssig. Im Jahr 1980 fuhr der letzte Zug auf dieser Strecke." (Quelle: lovingnewyork.de)
 Er war wirklich sehr bemerkens- und sehenswert. Uns hat es sehr beeindruckt.



Als wir am Ende des Parkes angekommen waren, wurde es schon dunkel. Da wir in der Nähe des Empire State Buildings waren, dachten wir: "Jetzt NY auch mal by night sehen!"
Es war schon nach 9 Uhr. Wir googelten nach den Öffnungszeiten und als wir sahen, dass es noch bis 2:00 offen war, liefen wir direkt dorthin.

Als wir oben ankamen (mit unserem New York Pass mussten wir auch nicht allzu lange anstehen) war es einfach nur atemberaubend! Ich war total geflasht....





Das war wirklich ein sehr ereignisreicher, aber auch sehr anstrengender Tag.
Das Foto von meiner Blase am Fuß, möchte ich Euch jetzt aber ersparen:)
Erstaunlicher Weise, hat mich diese große Blase gar nicht gestört und gehindert. Sie lag wohl irgendwie günstig, sodass ich damit trotzdem jeden Tag ungehindert und ohne Schmerzen herumlaufen konnte, zu meinem Glück.
Verrückt! Oder ob es das ständige Adrenalin war, dass mich den Schmerz gar nicht spüren ließ?:)


Demnächst: Tag 5+6

-Der neue One World Trade Turm und seine ebenfalls atemberaubende Aussicht
- Mit der Staten Island Ferry ein Mal hin und zurück und dort auf den Spuren von Don Corleone, das "Godfather House"
- Mein Trip nach Brooklyn und zurück , der Spaziergang über die Brooklyn Bridge
-Bryant Park und nochmal Central Park
- Mein absolutes Highlight: Musical "Aladdin"
-Auf den Spuren von Forrest Gump: Abendessen bei "Bubba Gump Shrimps"

Also, stey tjuhnt, gais. Set will bi veri eksaiting! Lett miiiiii entatejnjuuuuuh!:)