Montag, 28. April 2014

Mit 17 Bier erlaubt, Mon Chéri verboten - Nee nä??



Oh doch!

Heute kam Cem nach der Schule zu mir (zur Zeit ist er nämlich wieder für eine Weile bei seinem Vater) um  mir zum Geburtstag zu gratulieren  (jaa hab isch heute Geburtstag, ist jetzt aber nebensächlich, möchte euch was ganz anderes erzählen),   mit einer Packung Ferrero Küsschen (ich mag die nämlich sehr).

Er sagte:

-Du Mama, ich wollte Dir eigentlich monscherie kaufen, aber  der Typ an der Kasse hat nach meinem Ausweis gefragt, ob ich denn schon 18 wäre. Ich  wollte erst fragen "Wo ist die versteckte Kamera?" aber der meinte das ernst, man darf das erst ab 18 kaufen. Hätt' ich mal 'lieber zu einem Sixpack Bier gegriffen, das wäre erlaubt.

Ich dachte ich höre nicht richtig. Für 17 Jährige Bier erlaubt, aber 'ne Packung monscherie verboten ?
Da musste ich doch echt staunen, wusste ich gar nicht.

Ich meine, wenn er jetzt  mehrere Packungen mitgenommen hätte.....denn bei seiner Größe und seinem Gewicht müsste er glaube ich mehr als 60 Pralinen verdrücken. Ein monscherie hat nämlich 0,66 g Kirschlikör. Da käme er gerade mal auf den Pegel von 1 liter Bier.

Und der wäre ja unbegrenzt erlaubt.
Echt kreesi!

Cem sagte :

- Wenn ich Alkohol trinken und mich besaufen möchte, dann  gehe ich doch nicht hin und kauf'  ne Packung  monscherie. Da kriegste ja eher Diabetes, als'n Rausch!

Wir mussten schon sehr lachen.

Aber egal... Müttern gibt man doch auch ein Küsschen...oder zwei...oder drei?
Bier wäre aber auch ok gewesen.
Der Gedanke zählt....nastrovje! 


Und gut's Nächtle!


Samstag, 26. April 2014

Die Vorleserin, die ich so gerne war...





....an die musste ich heute denken, und schwelgte in Erinnerungen.



"Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste."

Heinrich Heine






Ich habe schon als Kind immer sehr gerne gelesen.
Wenn wir damals in der Grundschule jährlich wieder neue Bücher bekamen, konnte ich es kaum abwarten nach Hause zu kommen und das Deutschbuch  in aller Ruhe zu durchstöbern. Ich suchte immer gezielt die Geschichten aus, die dort zwischendurch verteilt waren, und las sie noch am ersten Tag alle durch. Auch liebte ich es, Aufsätze zu schreiben.

Ich besaß selbst keine Bücher. Meine Eltern kannten es überhaupt nicht, dass man seinem Kind außer Schulbücher noch andere Kinderbücher kaufte. Später als junges Mädchen regte sich meine Mutter sogar darüber auf, wenn ich viel gelesen hatte. Für sie war es unnütze Zeitvergeudung, ich solle doch lieber Handarbeit machen, oder "nützlichere, sinnvollere" Dinge tun, sagte sie. Ich nehme ihr es heute nicht mehr übel, sie kannte es nicht anders.

Als mein Bruder, als Jugendlicher,  für ein paar Jahre in die Türkei geschickt wurde, damit er dort zur Schule gehen sollte (warum auch immer) brachte er in den Ferien immer  türkische Bücher mit. Ich war ca. 12-13 Jahre alt und freute mich immer sehr über diese Bücher. Sie waren meist von dem türkischen Schriftsteller Aziz Nesin. Ich habe seine Bücher verschlungen und bin ihm heute noch sehr dankbar. Denn seine Bücher haben viel dazu beigetragen, dass ich heute der türkischen Sprache mächtig bin, und auch mein Humor kommt größtenteils von ihm und seinen Büchern (und von den Karikaturzeitschriften "Girgir" z.B., Insider werden es noch kennen) . Möge er in Frieden ruh'n...



Später , als ich älter wurde, konnte ich mir endlich selbst Bücher kaufen oder ausleihen.
Ich habe auch immer gerne vorgelesen. Zur richtigen Vorleserin entwickelte ich mich aber erst -wie so viele unter uns-  als ich Mutter wurde  und mein Sohn ein paar Jahre alt war. Ich kaufte ihm immer altersgerechte Bücher, las ihm viel vor. Ich wollte nicht, dass er diesbezüglich  so aufwuchs wie ich. Ich wollte, dass er viele Bücher hatte und viel las; darauf wollte ich ihn vorbereiten, ihn mit der wunderbaren und faszinierenden Welt der Bücher bekanntmachen.
Ich kaufte ihm die schönsten und neuesten Kinderbücher, aber auch Klassiker.
Ich las ihm jeden Abend am Bett vor.

Und als ich anfing zu arbeiten und zum Nachtdienst musste, überlegte ich, was ich machen konnte, damit er abends im Bett nicht auf  seine Geschichten verzichten musste.
Ich hatte eine tolle Lösung gefunden!  Und zwar ,  las ich tagsüber an der Stelle, wo wir aufgehört hatten weiter, nahm meine Stimme auf eine Kassette auf und bevor ich zur Arbeit fuhr, brachte ich mein Kind ins Bett, gab ihm den Walkman mit der Kasette darin und setzte ihm die Kopfhörer auf. Somit hörte er trotzdem seine Geschichte weiter,  mit meiner Stimme...bis er einschlief.

Was war ich in  dem Moment stolz auf mich, als Mutter, für diese Idee!

Jahre später lernte mein Sohn schließlich selber lesen und schreiben, er las seine Bücher selbst.
Ich freute mich, dass er gerne las.

Es waren die 90'er Jahre, ich las zur Zeit sehr begeistert das Buch "Sophies Welt", was ganz aktuell war.
Da sagte ich zu ihm:
-Weißt du was Erkan?  Wenn du etwas älter bist, mindestens 15-16, dann musst du unbedingt dieses Buch auch mal lesen, ich bin mir sicher, dass es dir auch gefallen wird. Bitte vergiss diesen Buchtip nicht, ja?

Als er dann in die Pubertät kam, las er überhaupt nicht mehr. Bücher waren uninteressant und  lesen uncool.
Ich sorgte mich schon ein wenig, dass er den Draht zu Büchern völlig verlieren könnte.

Irgendwann schließlich, als er ungefähr 17 Jahre alt war, fragte er mich eines Tages:

-Du Mama... du hattest mir doch vor Jahren ein Buch empfohlen, dass ich unbedingt mal lesen sollte...wie hieß das noch gleich?

Ich war überrascht und erfreut zugleich. Er hatte es nicht vergessen!
Ich suchte ihm das Buch sofort raus. Er  war begeistert und fragte mich, ob ich von diesem Autor noch andere Bücher hätte. Natürlich hatte ich! Die hat er  dann auch noch gelesen, nach und nach, und noch andere Bücher über Philosophie.




Heute bin ich an diese Zeiten erinnert worden, als ich einen Beitrag von einer türkischen Bloggerfreundin las. Es waren so schöne Erinnerungen...ich wurde aber auch so melancholisch. Wo ist nur die Zeit geblieben?





Schön war's...
Vielleicht darf ich's ja eines Tages erleben, meinen Enkelkindern vorlesen zu dürfen.
Insallah...

Montag, 14. April 2014

Selbstgemachte Bounty Riegel - besser geht's nicht!



Nachdem ich es im vorherigen Beitrag versprochen habe, werde ich jetzt dieses Rezept auch noch posten. Extra schnell hinterher, auf Wunsch von Frau Mahlzahn:)

Die Riegel sind wirklich ganz  leicht gemacht, kein kompliziertes Rezept, relativ wenig Zutaten. Bei mir wurden es 20 Riegel daraus:


2 EL Zucker
60 g Butter
200 ml Sahne (ich habe 100 ml Sahne und 100 ml Kokosmilch genommen, schmeckt noch besser. Ihr könnt auch 200 ml Kokosmilch nehmen)
200 g Kokosraspel
300 g Schokolade, geschmolzen (ich habe Vollmilch und Zartbitter vermischt)


Zucker , Butter und Sahne in einen Topf geben, erhitzen und verrühren , bis sich der Zucker aufgelöst hat und vom Herd nehmen. Dann die Kokosraspel dazugeben und gut vermischen.
Diese Masse auf einer Platte ca. 2 cm dick streichen und erkalten lassen. Am Besten zu einem Rechteck/Quadrat formen.
Anschließend mit einem Messer kleine Rechtecke schneiden, die ungefähr die Größe von einem original Bounty-Riegel haben sollten. Für ca. 2 Std. in den Kühlschrank stellen (im Gefrierfach  geht es noch schneller)
Ich habe danach die geschnittenen Riegel noch ein wenig in meiner Hand geformt, so dass sie die Form von dem Original bekommen haben, siehe unten.



Die Schokolade im Wasserbad schmelzen...


...und mit einer Gabel die Riegel  in Schokolade tauchen. Am Besten den Riegel zuerst mit der unteren Seiten auf die Schokolade legen, dann mit der Gabel hochheben und mit einem Löffel von oben mit Schokolade begießen so ging es am Besten. Noch ein wenig die überflüssige Schokolade abtropfen lassen und auf  Backpapier  legen. Ich habe dann noch mit einem Messer versucht, auf die Oberfläche ein paar Wellen zu streichen, wie bei dem Originalriegel. Ist mir mehr oder weniger gelungen:)


Die Riegel werden im Gefrierfach schon nach ein paar Minuten fest, oder für etwas längere Zeit in den Kühlschrank stellen.  Ich musste natürlich die schnellere Variante nehmen:) 
Aber die Dinger sind wirklich genial, fast identisch mit dem Original. Für Bounty-Fans wie ich, sehr empfehlenswert!
Viel Spaß beim Nachmachen!



Sonntag, 13. April 2014

Selbstgemachte Pralinen mit Eierlikör-Füllung (der Hammer!) und andere Schweinereien.



Hallöchen, da bin ich wieder!
Sorry , dass ich mich in letzter Zeit so rar mache, aber ich habe zur Zeit irgendwie keine so große Lust  auf Bloggerei...gibt irgendwie immer viele andere Dinge, für die ich meine Zeit investieren kann/muss und möchte. Da bleibt das Bloggen manchmal auf der Strecke, so sehr ich es bedaure.

Nach dem letzten Thema, der ziemlich "bitter" für mich war, geht es heute mit süßen Dingen weiter. Es gibt da so ein Spruch , bei uns im Türkischen, den man gerne mal loslässt, wenn man gerade was Süßes anbietet: "Tatli yiyelim, tatli konusalim" 
Heißt übersetzt: "Lasst uns süß essen und süß reden"
Soll bedeuten, "lasst uns über angenehme(re) Dinge reden".

Ich warne euch, allein vom Ansehen der folgenden Bilder könnte der/die Eine oder der/die Andere ein paar Gramm zunehmen!