Montag, 24. Februar 2014

Türkische Rezepte (22) - Kiymali Poğaça / Gefüllte Hefeteigtaschen





Hallöchen!

Sohnemann konnte übrigens letztes Wochenende nicht kommen, er war schon anderweitig verabredet. Aber demnächst wird es bestimmt noch klappen, ich werde natürlich berichten, wenn es soweit ist. Stay tuned!

Heute gibt es (wie bereits versprochen) das Rezept zu diesen Hefeteigtaschen oder "Schiffchen" , wie ihr Deutschen es auch liebevoll gern zu nennen pflegt *g* . 

Bei uns heißen sie "Poğaça"  (ausgesprochen: Poatscha). In dem Fall "Kiymali Poğaça", also mit Gehacktes gefüllte Hefeteigtaschen/Gebäckstücke.

Wiki sagt dazu folgendes:

Pogatschen sind runde, salzige Gebäckstücke, die im Karpatenbecken, auf dem Balkan und in der Türkei zur typischen Küche gehören.

Die Schreibweise Pogatschen ist in Deutschland und Österreich verbreitet. Im Slowenischen und Kroatischen lautet sie pogača, serbisch und bulgarisch погача und türkisch poğaça. Über die südslawischen Sprachen kam der Begriff ins Ungarische, wo sie als pogácsa bekannt sind.

Der Name leitet sich vom spätlateinischen Wort *focacia („gebackener Teig“) ab, einer Abwandlung des Wortes focus („Herd“, „Pfanne“). Das italienische Fladenbrot Focaccia, das französische fouace (oder fouasse) und fougasse und das spanische hogaza haben ebenfalls denselben etymologischen Ursprung.

Es gibt verschiedene Varianten mit Kartoffeln, Butter, Grammeln (Grammelpogatscherl), Schafskäse oder Kraut. In Griechenland, besonders in Thessaloniki, gibt es auch eine süße Version (griechisch μβουγάτσα - bougátsa), die mit Grießpudding gefüllt ist.
(Quelle: Wikipedia)



 Bei uns werden sie vorzugsweise mit Gehacktem gefüllt, aber auch gerne mit Schafskäse, Kartoffeln oder Gemüse.

Ich mache sie immer auf diese Weise.

Zutaten für den Hefeteig:

1 kg Mehl
1 Päckchen Frischhefe
3 TL Salz
reichlich warmes Wasser


Für die Füllung:

500 g Gehacktes
2-3 Zwiebeln (mittelgroße)
4-5 Tomaten (mittelgroße)
1 gehäuften EL Paprikamark 
4-5 EL Öl, reichlich Salz, Pfeffer 

Zum Bestreichen:

5-6 EL Naturjoghurt
3 Eigelb


Bei dieser Menge an Zutaten ergeben sich ca. 15-17 Stücke, also für ca. 5-7 Personen. Wenn was übrigbleibt, kann man es auch gut einfrieren und später aufbacken. Klappt prima!


Zuerst wird ein Hefeteig hergestellt. Dazu gebe ich  Mehl und Salz  in eine sehr große Schüssel. Die Hefe zerbrösele ich in einer kleinen Schale, gebe ein wenig sehr warmes Wasser dazu, vermische es kräftig, bis sich die Hefe aufgelöst hat und gebe es in die Schüssel dazu. Mit zunächst 1-2 Tassen warmes Wasser, verrühre ich alles kräftig mit der Hand (ihr könnt natürlich auch eine Küchenmaschine nehmen....ihr Luschen!):).....und gebe immer mehr Wasser dazu, nicht zuviel, aber auch nicht zu wenig...lange genug kneten, bis ein relativ weicher, gleichmäßiger Hefeteig entsteht, den man ganz gut verarbeiten kann.
Im Türkischen heißt es in Rezepten immer: "Kulak memesi kivaminda" , das heißt , "die Konsistenz eines Ohrläppchens". Also, wisst ihr Bescheid, ne? grmmpffff....


 Danach wird die Füllung zubereitet. Es ist die gleiche Füllung wie diese hier, die ich für  "Karniyarik" gemacht habe (evtl. etwas weniger Wasser dazugeben, damit sie nicht zu flüssig wird)...also klickt es  bitte beim Nachkochen an  und erspart mir die doppelte Arbeit.

 Nachdem der Teig an einem warmen Ort (mind. 2 Stunden, möglichst luftdicht) aufgegangen ist, d.h. mind. die doppelte-dreifache Masse erreicht  hat,  werden kleine Bällchen hergestellt (größer als eine Mandarine). Diese werden dann nacheinander , auf einer mit etwas Öl verschmierten Arbeitsplatte (damit es nicht festklebt) verarbeitet, bzw. breitgedrückt, und zwar so lange, bis sie ungefähr etwas größer als eine Untertasse werden).



Dann wird ein wenig Füllung in die Mitte gehäuft und der Teig von beiden Seiten zu einem Schiffchen zusammengedrückt. Ruhig feste zudrücken, damit sie fest zusammenkleben, denn während sie im Backofen garen, öffnen sie sich nämlich noch.
Alle Schiffchen auf ein Backblech geben und zum Schluss mit der Soße (Eigelb und Joghurt gut verrühren) großzügig bestreichen....


...und bei 200-220 Grad backen, bis sie goldbraun und knusprig werden.


Dazu passt hervorragend ein knackiger Salat. 
Afiyet olsun!



Kommentare:

  1. Meine Männer sind süchtig danach. Wenn es das hier gibt, dann überleben die Teile nicht lang. Ich mag auch gerne die Variante mit gaaaanz viel glatter Petersilie und Schafskäse. Oh, wie lecker!

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  2. Lecker! Ich habe gerade so einen Jieper auf herzhaftes Essen, dass ich diese Hefeteigtaschen am liebsten mit allen Füllungen ausprobieren würde! Das wird abgespeichert... ;)

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  3. Sehr lecker -- dumm nur, dass Minka und ich gearde auf Fleisch verzichten... Ich stell mir grad vor, dass das auch was feines wäre, den Kindern an langen Tagen als Jause mit in die Schule zu geben...

    So long,
    Corinna

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  4. Oh, klasse! Ich habe in unserer ungarischen Verwandt- und Bekanntschaft schon oft pogácsa gegessen, allerdings sind die immer kleiner und höchstens mit Käse gefüllt, aber trotzdem sehr lecker (mit Kümmel obendrauf). Dieses Rezept mit Fleischfüllung werde ich garantiert meinem (ungarischen) Mann und unseren Söhnen vorsetzen, wenn demnächst nach langer Zeit alle mal wieder beisammen sein werden. Das Kilo Mehl wird bestimmt nicht zuviel sein...
    Deine ethymologischen Erläuterungen finde ich übrigens auch sehr spannend!
    Dank und Gruß,
    Brigitte

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  5. Oh! Das muss ich doch tatsächlich mal ausprobieren...

    Sieht absolut lecker aus

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