Sonntag, 12. Januar 2014

Hachiko - Der treueste Hund der Welt



Es gibt so extrem viele Filme, die ich liebe, die mich bewegen und begeistern.
Und manchmal finde ich, muss ich hier davon berichten, weil sie es einfach Wert sind. Deswegen hatte ich hier auch schon mal von dem Film Mary und Max berichtet. Nun muss ich mal von "Hachiko" erzählen, für diejenigen, die noch nichts davon gehört haben.
Denn eigentlich ist es die wahre Geschichte, welche dahintersteckt, die so bewegend ist.

Diesen Hund gab es nämlich tatsächlich:




 Hachikō wurde am 10. November 1923 in Ōdate in der Präfektur Akita geboren. 1924 nahm ihn sein Besitzer, der Universitätsprofessor Hidesaburō Ueno, mit nach Tokio. Von da an holte der Hund jeden Tag sein Herrchen vom Bahnhof Shibuya ab.


Der Besitzer von Hachiko, Professor  Hidesaburo Ueno


Als der Professor am 21. Mai 1925 während einer Vorlesung an einer Hirnblutung starb, zog seine Witwe aus Tokio fort. Hachikō wurde zu in der Stadt lebenden Verwandten gegeben, riss jedoch von dort aus und kam weiterhin jeden Tag zu einer festen Zeit zum Bahnhof, um auf sein Herrchen zu warten. Schließlich übernahm Kikuzaburō Kobayashi, der frühere Gärtner von Professor Ueno, der in der Nähe des Bahnhofs wohnte, Hachikōs Pflege.

Während Hachikō in den ersten Jahren auf dem Bahnhofsgelände eher als Störenfried betrachtet und nur stillschweigend geduldet wurde, richtete ihm 1928 ein neuer Bahnhofsvorsteher sogar eine kleine Ruhemöglichkeit ein. Im gleichen Jahr erkannte ein früherer Student von Professor Ueno, der eine Forschungsarbeit über Akita-Hunde durchführte, den Hund zufällig wieder. Als er herausfand, dass Hachikō einer von nur noch etwa dreißig reinrassigen Akita-Hunden war, begann er sich näher für Hachikōs Geschichte zu interessieren und schrieb mehrere Artikel darüber. 1932 machte die Veröffentlichung eines dieser Artikel in einer Tokioter Zeitung Hachikō in ganz Japan bekannt, und er wurde schon zu Lebzeiten zum Inbegriff des treuen Hundes. Die Achtung vor Hachikō fand ihren Höhepunkt in der Errichtung einer Bronzestatue an der Westseite des Bahnhofs im Jahr 1934, deren Einweihungszeremonie auch Hachikō beiwohnte.


Als Hachikō am 8. März 1935 tot in einer Straße in Shibuya gefunden wurde,nachdem er fast zehn Jahre lang auf sein Herrchen gewartet hatte, meldeten die Medien landesweit seinen Tod.

Untersuchungen im Jahr 2011 durch ein Forscherteam der Universität Tokio ergaben, dass Hachikō neben starker Filariose auch an Lungen- und Herzkrebs gelitten hatte. Jede dieser Erkrankungen kann die Ursache für seinen Tod gewesen sein. Sein Körper befindet sich heute präpariert im Nationalmuseum der Naturwissenschaften im Tokioter Bezirk Ueno.



(Quelle: Wikipedia)


Die amerikanische Version  lehnt sich an die japanische Fassung von 1987 an, jedoch wurden einige Fakten geändert, das Geschehen von Japan in die USA verlagert. Das Anschauen lohnt sich trotzdem, vor allem wegen der sehenswerten Hundeszenen. Es war zudem noch  ein wunderbarer Weihnachtsfilm, wir hatten ihn uns zufällig an Weihnachten angeschaut.

Die neue Version mit dem Titel "Hachiko - eine wunderbare Freundschaft" wurde 2009 in den USA (Hachiko: A Dog's Story) unter der Regie von Lasse Hallström produziert. In der Hauptrolle ist Richard Gere als Professor Wilson zu sehen.
Und natürlich dieses goldige Tierchen, als Hachiko.

Ich habe Mista E. selten so bewegt und mit Pipi in den Augen gesehen, während eines Filmes. Ein Hund, der 10 Jahre lang jeden Tag zum gleichen Ort geht und auf sein Herrchen wartet...die Tatsache, dass diese Geschichte wirklich passiert ist, hat uns beide sehr gerührt. 
Hunde sind so unglaublich treue, wunderbare Wesen...
.
Also, unbedingt mal anschauen!


Hier der Trailer:



Kommentare:

  1. Ich kenne den Film und war damals auch sehr gerührt. Auch wenn man's kaum glauben mag: Unser Hachiko ist ein Kater und heißt Mautz ;-)...

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    1. Jetzt werden mich Katzenliebhaber wohl dafür "hassen", aber ich persönlich mag ja lieber Hunde. Katzen mochte ich noch nie so wirklich...die sind mir immer so.. unheimlich:)
      Aber wenn sie den Besitzern das gleiche Gefühl geben, "lieben" und geliebt werden, dann ist es egal, welches Tier es ist, dann freut es mich für Mensch UND Tier. Für euch freut es mich auch, dass ihr ihn habt.

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    2. Ich kann nachvollziehen, was du meinst mit "unheimlich". Ehrlicherweise geht es mir manchmal auch noch so, denn er ist ein Raubtier. Ein kleines Raubtier, aber ein Raubtier. Aber wir lieben ihn. Seufz...

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  2. Bloß nicht nochmal. Ich krieg heute noch nen Kloß im Hals, sobald ich nur an den Film denke. *schnief* Ich habe den vor anderthalb Jahren quasi "versehentlich" geguckt. Ich hatte was zum Aufheitern anschauen wollen und beim Anblick von Richard Gere mit Hund auf eine Liebeskomödie geschlossen und gedachte "Ah, genau das richtige jetzt". Und dann habe ich mir die gesamte Filmzeit die Augen ausgeheult, aber sowas von. Erst vor Rührung, weil's so schön war, und dann aber hat's mich einfach nur noch zerrissen innerlich. *an Herz greif*

    Der Film ist wundervoll, aber ich glaube, ich kann den nie nie nie wieder gucken.

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    1. Oh ja, das kann ich gut nachvollziehen hijack. Ihn gesehen haben (und vor allem mal von dem Hund gehört haben) sollte man schon einmal. Aber ich könnte mir es glaube ich auch nicht nochmal antun, weil es eben so traurig ist.

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  3. Wah, ich hab grade beim Trailer schon fast geheult....

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    1. Dann leg Dir eine Packung Taschentücher zur Seite, wenn Du Dir den Film anschauen solltest:)

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  4. Frohes neues Jahr noch an dieser Stelle liebe Ayse :-)

    Endlich komme ich dazu, eine Blogrunde zu beginnen und mit "A" bist du natürlich ganz vorn mit dabei *ggg*
    Ich wühle mich mal von vorn bis hinten durch und gucke, was ich in den letzten Wochen so verpasst habe.

    Den Film ansich habe ich nicht gesehen, kannte jedoch die Geschichte dazu. Für solche Filme bin ich zu rührseelig und würde auch flennen *lach*

    LG Frauke

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    1. Dir auch ein tolles, neues Jahr, liebe Frauke! Und lieben Dank für deine Kommentare. LG

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  5. Halloechen - Falls noch Taschentuecher uebrig sind, dann unbedingt der Film aus meiner neuen Heimat anschauen:
    http://www.amazon.de/Red-Dog-Josh-Lucas/dp/B005SDCZFW/ref=sr_1_1?s=dvd&ie=UTF8&qid=1389932659&sr=1-1&keywords=red+dog

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    1. Oh, vielen Dank für den Tip! Den werde ich mir bei der nächsten Gelegenheit unbedingt angucken. Klingt sehr gut!

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    2. So, den Film habe ich letztens gesehen und fand ihn auch wirklich schön und sehr rührend ...und vor allem sehr humorvoll, aber NACH Hachiko konnte er mich jetzt nicht so richtig vom Hocker reißen.
      Kann man sich aber wirklich angucken, sehr sehenswert, nochmals danke für den Tip!

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