Samstag, 28. September 2013

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte...


Kurt Tucholsky hat mal geschrieben:  "Es gibt Beschreibungen, die die Bilder übertreffen, aber das ist selten. Es gibt hunderttausend Fotografien, die den besten Schilderer übertreffen, das ist die Regel."


Ich liebe Fotografien. Sie können manchmal so unscheinbar , so einfach, aber gleichzeitig so faszinierend und beeindruckend sein. Das faszinierende daran ist, dass ein einziges Bild manchmal Bände sprechen kann.

Es gibt so viele Bilder, die um die Welt gingen, wir kennen sie alle. Hier noch ein paar andere, die ich interessant, lustig, erschreckend und/oder sehr bewegend finde. Bei einigen sind es eher die Geschichten, die dahinter stecken.


England, 1938. Ein gasgeschützer Kinderwagen.



Anette Kellermann. Die Schwimmerin zog diesen enganliegenden Einteiler an, und wurde 1907 wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses festgenommen.


1947,  Evelyn McHale , die sich einen Monat vor ihrer geplanten Hochzeit , aus dem 83. Stockwerk des Empire State Building, in den Tod stürzte. Dieses Bild, so makaber es auch klingt, ging als "the most beautiful suicide" um die Welt.



Käfige, die für Babys und Kleinkinder angefertigt wurden, damit sie in den Hochhäusern frische Luft und Sonnenlicht bekamen (1937)



Eine Werbung für ein Medikament gegen Malaria, "Atabrine", während des zweiten Weltkrieges.



Eine Aufnahme während der Schlacht um Saipan, 1944



London, 1940. Ein kleines Mädchen sitzt vor ihrem Haus, das von Bomben getroffen wurde.




Die ersten Anfänge eines Solariums.  "Tan-to-go", sozusagen.



Frauen, die  sich nicht an die vorgeschriebene Badeanzuglänge hielten, wurden bestraft. 1920



Martin Luther King (mit Sohn), der ein verbranntes Kreuz , was er in seinem Garten findet, entfernt. 1960



Ein Hotelbesitzer schüttet Säure in einen , von Schwarzen benutzten, Swimmingpool. 1964



Eine Mutter beobachtet mit ihrem Sohn einen Atomwaffentest in Las Vegas, 1953




Chicago, 1948. Eine Mutter, die ihre Kinder verkaufen möchte (wahrscheinlich muss), versteckt ihr Gesicht.



Ein Weihnachtsessen in der Kriegszeit...



Aufnahme von ein paar Princton University Studenten, nach einer Schneeballschlacht, 1893. (Ja, sowas kann ins Auge gehen)




Der erste Tag, an dem Schweden (1967)  den Rechtsverkehr einführte. Bis zu diesem Tag gab es dort Linksverkehr.



Der Affe, der an einer erfolgreichen Reise in den Weltall teilnahm. Jep, so sehen Gewinner aus!



...und the last, but not least... dieses Bild hat es mir ganz besonders angetan. Ich musste es mir immer und immer wieder, ganz lange anschauen. Ein kleiner Junge aus Österreich, während des zweiten Weltkrieges. Er  ist gerade überglücklich über seine neuen Schuhe, die er geschenkt bekommen hat.
Ich muss an die heutigen Kinder denken, die alles haben und kriegen, denen es an nichts fehlt, die sich aber über neue Sachen (eben gerade deswegen) nicht annähernd so freuen können, wie dieser Junge über die Schuhe... Es ist alles so selbstverständlich für sie, und das finde ich manchmal schade. So schade...

Dienstag, 24. September 2013

Lasst mich BITTE schlafen!



Diejenigen unter euch, die im Nachtdienst arbeiten, werden mich gut verstehen. 
Tagsüber schlafen ist einfach nicht das Gleiche, wie der Nachtschlaf. Vor allem , wenn man einen 'leichten Schlaf' hat wie ich. Jedes noch so kleinste Geräusch bekomme ich mit, wenn ich schlafe.

Sogar wenn ich mal ein kurzes Mittagsschläfchen machen möchte, hab ich meist keine Ruhe.

Sonst ruft keine Sau an, kommt keiner an die Tür -aber nein!- wenn man mal schlafen möchte/muss, klingelt entweder das Telefon, die Türklingel  oder irgendein Nachbar muss die Bohrmaschine betätigen oder die Hecken am Haus müssen geschnitten werden, oder sonstwas. 

Ich habe ja meist Ohrenstöpsel in den Ohren. War nicht einfach, mich an diese Dinger zu gewöhnen, aber mit der Zeit ging's. Sonst kam ich ja kaum noch zu meinem Schlaf.

Aber ich werde nie den einen Tag vergessen, an dem es einfach nur schrecklich war. Es war vor ein paar Jahren.... damals war ich noch Single. Ohrenstöpsel hatte ich keine, und den Telefonstecker rauszuziehen...daran denke ich komischerweise nie. Ich hab ja ein Kind, das zur Schule geht , und es kommt schon mal vor, dass die mich anrufen, wenn mal was passiert.
Mitten im tiefsten Traum, ich glaub, das war die Stelle an dem ich und Schoorsch (Clooney)   auf  "unserer"  Terasse am Comer See lagen...(wie gesagt, damals kannte ich meinen eigentlichen Traummann, Mista E., noch nicht)
Da lagen wir beide also aneinandergekuschelt so da...-und ich könnte schwören, dass der Schoorsch mir einen Heiratsantrag machen wollte!- da klingelte es an der Tür.
Völlig erschrocken und im Schlafwandlermodus -vor allem, kaum aufnahmefähig- ging ich zur Tür und machte sie auf (ja ich weiß, selbst schuld). Zwei merkwürdige Personen, mit einer Kelly Family-Gedächtnisfrisur,  lächelten mich an und fragten irgendwie nach Karel Gott oder wem auch immer. Sie waren wohl Zeugen von einem gewissen Jehova. Ich glaub, die waren an einem Autounfall verwickelt und suchten noch andere Zeugen.
Nix da, nicht mit mir. Ich sagte, dass ich nix gesehen und gehört hätte und wimmelte sie ab.

Wieder in meinem kuscheligem Bett angekommen, fragte ich im Halbschlaf den Schoorsch: Wo waren wir stehengeblieben, honey?

Gerade als er eine rote, kleine Samtschatulle aus der Hosentasche holte, klingelte das blöde Telefon.. Damn!!
Ich sagte Schoorsch, dass er sich bloß nicht von der Stelle rühren sollte, ich würde gleich wieder da sein.

Ich ging ran:

-Guten Tag Frau Aysenputtel. Hätten sie ganz kurz Zeit für mich?
-Worum geht's denn? *gähn*
-Wir machen eine kurze Umfrage für 'blabla' und würden gerne wissen, ob-

Woher  sie eigentlich meine Nummer hätten, fragte ich sie.

-Die haben wir in unseren Daten..


Wie bitte ?? "In unseren DATEN" ??!! Seid ihr das FBI oder was?? Ich glaub' es hackt!
Was kommt als nächstes?

-Frau Aysenputtel, sie haben gestern mittag, so ca. 12.30 Spaghetti Blognese gegessen und haben sich noch Nachschlag geholt ...OBWOHL sie gerade eine Slowcarb-Diät machen! -leugnen sie es nicht, das haben wir in  unseren Daten!- 

Jahaha, soweit kommt's noch, do!

Nachdem ich  sie auch abgewimmelt und aufgelegt habe, legte ich mich wieder hin und träumte irgendwann weiter. 
Es war genau an der Stelle, an dem Schoorsch und ich uns entschieden hatten, unsere Flitterwochen auf  Hawaii zu verbringen, da klingelte es schon wieder an der Tür. Verdammte Scheisse!

Diesmal war es ein Mann mit Anzug , einer Aktentasche in der Hand, und einem Zahnpastalächeln im Gesicht. Ich glaube er wusste bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass es ein guter Tag zum Sterben war...für ihn.
Während ich mit so kreativen Gedanken beschäftigt war, wie z.B. , ob ich eine Axt benutzen , oder ihm doch lieber direkt an die Gurgel springen sollte, erzählte er mir was von einer Lebensversicherung.

Ich fasse es kurz: 
Entweder hatte es was damit zu tun,  dass er ahnen konnte, was gerade in meinen Gedanken vor sich ging, oder damit, dass ich ihm mit einem genervten "Danke, kein Bedarf" die Tür vor seine Nase zuschlug. Er war weg.  Ich vermute mal, eher das Letztere.

Ich dachte mir: Hey, was soll das?? Sehe ich in letzter Zeit etwa aus, als ob ich bald  abkratze?
Ok, mag sein , dass ich kein Sport mache, rauche und ein  paar Kilos zuviel draufhabe, aber mir geht es immer noch blendend, ja?!

Und was nützt MIR denn die Lebensversicherung, wenn ich tot bin??
Was für einen Service gedenkt ihr mir denn anzubieten? Einen eisgekühlten Drink und eine Klimaanlage zu organisieren, während ich in der Hitze schmoren werde, hä?? (Wir gehen mal davon aus, dass alle mich für meine Unfreundlichkeit verfluchen werden und ich deswegen direkt in Hölle komme)

Seitdem habe ich immer vorrätig Ohrenstöpsel im Haus.
Aber Schoorsch lässt sich nicht mehr blicken. An seiner Stelle hätte ich auch die Nase voll.


Nee nee neeee..... Kinders, seid froh, wenn ihr tagsüber nicht schlafen müsst und nachts eure Ruhe habt. Ich sag's euch!





Sonntag, 22. September 2013

Video der Woche - "Geben und nehmen" , ein sehr bewegender Werbespot



Dieser Werbespot  (entdeckt bei http://icimdengeldigigibii.blogspot.de) kommt aus Thailand und wurde für eine  Telekommunikationsfirma gedreht.
Mich bewegt ja sowas immer sehr und ich bin einfach zu nah am Wasser gebaut, aber dieser Kurzfilm ist wirklich ergreifend...

Freitag, 20. September 2013

Türkische Rezepte (14)- 2 Vorspeisen: Ezme und Humus



Letztens hatte die Silke nach dem Rezept von "Acili Ezme" gefragt und ich habe ihr versprochen, dass ich es hier bald posten werde. Hiermit möchte ich es tun.
Und gleich 2 Vorspeisen auf einmal, weil jemand auch schon mal nach Humusrezept gefragt hatte (wenn ich schon mal dabei bin). Ich hatte gestern Besuch und habe beides zubereitet.

Wir fangen mal mit dem ersten Rezept an.

Montag, 16. September 2013

Reloaded: "Hallo Nachbar!" oder "Hilfe, mein Nachbar wohnt nebenan!"

In ein paar Tagen zieht meine Lieblingsnachbarin , die Tina, weg. Ich bin so traurig darüber....
Dieses Posting von letztes Jahr, habe ich nochmal rausgekramt. Ich widme es ihr. Ich weiß, wir werden uns ja zwischendurch weiterhin sehen, aber Du wirst mir sehr fehlen hier im Haus, Tina. Es wird nie mehr dasselbe sein... Danke für die wunderschöne Zeit mit Euch..Danke für Eure tolle Nachbarschaft...






Wenn es heute heißt: "Früher war alles viel besser, sogar die Nachbarschaften" denke ich mir, "Nö."

Denn bei meinen Eltern, in der Türkei -im Dorf- , ist es immer noch so wie früher. Also fast.
Ist es also nur eine Frage des Großstadtphänomens? Hat es etwa doch nicht mit der Zeit und den Menschen an sich zu tun?
Aber wenn ich es mir ganz genau überlege, dann war es früher schon schöner, herzlicher, authentischer.
Bei uns (also unter Türken)  ist es mit der Nachbarschaft immer so gewesen, dass man sich gegenseitig was geschickt hat, von dem was gekocht/gebacken wurde. Mal ein Stück Kuchen hier, mal eine Portion Fladenbrote da. Als Kind musste ich immer etwas davon zu unsere "Omma Strempel" bringen, unsere Nachbarin, die unter uns wohnte. So eine liebe Frau...ich vermisse sie  heute noch...möge sie in Frieden ruhen. Sie freute sich immer darüber....und wir freuten uns immer über den Kuchen, den sie uns brachte. Das waren die besten Kuchen, die ich in meinem ganzen Leben gegessen habe...


Wir hatten auch griechische Nachbarn. Ich und meine Mama fanden sie toll. Mein Vater allerdings verhielt sich am Anfang eher reserviert ihnen gegenüber (um es mal vorsichtig auszudrücken). Meine Mutter und ich hatten schon Angst, dass er bei jeder Begegnung die türkische Fahne hochhalten und mit einem Bild von Atatürk die türkische Nationalhymne singen würde.

-Unsere Großväter haben sich seinerzeit den Arsch  aufgerissen um den Feind, der unser Land besetzt hat in's Meer zu werfen  und ihr schickt denen jetzt Lahmacun?? Die werden sich im Grab umdrehen wegen Euch!
-ach hör doch auf Ali!....
-Papa, wir werden sie füttern und mästen, bis sie gaaanz dick und fett werden und platzen. Wär' das nix?
-ach macht doch was ihr wollt....*grunz*

Es brauchte seine Zeit, bis wir meinen Vater von dem "die Griechen sind unser Feind-Trip" losreißen konnten.   
Immer wenn mein Vater im Garten dem Nachbarn zurief: "Hallo Costa, komma hiye Kumpel! Wir zusammen trinken einen Raki heute Abend, ne?!"  mussten meine Mutter und ich zufrieden schmunzeln. Haaach... "ein bisschen Frieden" war schon ne tolle Sache.





Bin seit ein paar Jahren in meine jetztige Wohnung umgezogen, aber vorher hatte ich einen Nachbarn direkt nebenan im Haus, der mir das Leben manchmal wirklich  schwer machte. (Meine jetzige Nachbarn sind übrigens super - Martinaaa, isch lieb diiisch!- )
Ich bin ja schon eine verantwortungsvolle, ordentliche Frau, aber ich werde es nie verstehen, warum man die Treppen  im Treppenhaus vielleicht mal nicht am vorgegebenen Tag, sondern evtl. einen (oder wenn's mal ganz schlimm kommt mehrere ) Tag(e) später putzen kann. Halloo?! Vielleicht geht's da grad mal nicht, weil was wirklich wichtiges dazwischen gekommen ist? Warum müssen manche Deutsche (vor allem Rentner) immer sooo penibel und erbarmungslos sein? Hä?

Nur mal ein Beispiel von einem Dialog, den ich mit meinem ehrenwertem Nachbarn damals hatte:

Eines morgens in der früh, als ich vom Nachtdienst nach Hause komme
Ort: Unser ehrenwertes Treppenhaus

-Frau "Dingenskirchen!!" (Name von Redaktion geändert)
+Herr Müller- Lüdenscheidt! *augenverdreh*
-Ihre dummen Witze können sie sich sparen!
+ Ihnen auch einen wunderschönen guten Morgen. Es ist immer wieder schön, den Tag mit Ihnen zu beginnen. Bitteschön, sie wollen mir was sagen?*klimperklimper*
-Ist ihnen nichts aufgefallen?
+Sie haben eine neue Frisur?? (Anmerk. d. Red. : Der Herr hat eine Glatze)
-grmpff!  Sie haben das letzte mal die Treppen nicht geputzt!
+Tut mir sehr leid, ich war das letzte mal im Krankenhaus und wurde operiert.
-Das interessiert mich nicht, die Treppen müssen geputzt werden!
+Ok, das nächste mal werde ich dem Chirurgen sagen: Herr Doktor, ich wurde zwar erst gestern operiert, aber kann ich heute schon nach Hause? Ich bin nämlich d'ran mit Treppenputzen.
-*grunz* das interessiert mich nicht! Sie haben dafür zu sorgen, dass die Treppen geputzt sind!
+ Heil!! (den Arm nach oben haltend...ihr wisst schon..)
- !!!!....  

-ab-


 Egal ob man Nachbarn sind, Freunde, Familie etc., egal wie weit man voneinander wohnt oder entfernt ist. Ob es Türen  oder Landesgrenzen sind, die uns trennen. Berührungsängste und Vorurteile sind schon was schlimmes...

Es gibt da so ein Gedicht von dem türkischen Dichter, den ich sehr mag. Da heißt es:

En uzak mesafe

En uzak mesafe ne Afrika'dir
Ne Cin
Ne Hindistan
Ne seyyareler
Ne yildizlar, geceleri isildayan

En uzak mesafe, iki kafa arasindaki mesafedir
Birbirini anlamayan....




Die weiteste Entfernung ist weder Afrika
noch China
noch Indien
noch Planeten
noch Sterne...sie lassen sich funkelnd aus der Nacht ersehen;

Die weiteste Entfernung ist in den Köpfen zweier Menschen,
welche sich nicht verstehen...

(Can Yücel)


In dem Sinne, auf gute Nachbarschaften! 


Freitag, 13. September 2013

Ich hasse Jojo Effekt!


Eigentlich sollte ich schreiben "ich hasse MICH", weil ich es dazu kommen lasse, es zulasse, aber ich hasse mich trotzdem nicht. Pöh...
Ich mag mich. 
Ich bin toll.
Ich schaff' das.
*schluchz*



Liebe Jojo Effekt-Kenner, liebe Damen, die ständig mit den Kilos zu kämpfen haben, liebe Zeitgenossen und Genossinnen, die wie ich immer zwischen 2 Phasen leben:

1. Phasen, an denen man isst, worauf man Lust hat.
2. Phasen, an denen man Diät macht.

(Personen, die essen können was sie wollen und trotzdem nicht zunehmen: RAUS!!!)



Vielleicht werden sich jetzt einige denken: Ich hab's ja gewusst.
Oder: War ja klar.
Oder: Geschieht ihr recht...?...Untersteht euch!

Jaa-haaa, ich hab wieder zugenommen. Jaaaa, es sind nicht nur 1-2 Kilos. 
Es sind.... ähm.... *hust*  äh... *räusper*  sie...sie*hüstel*ben Kilos.

Aaaaaaber! Ich habe schon 2 kg weg. Hab nämlich jetzt endlich wieder angefangen mit dieser Slow-Carb-Dingens, die ich vor meinem Urlaub gemacht hatte. Die ja so prima lief. Die mir ja soooo leicht gefallen war.
Und jetzt? 
Ein paar  Anläufe habe ich gebraucht, bis es endlich wieder geklappt hat. Haleluja!
Und dieses Abnehmen ist ja wirklich eine Kopfsache. Vor dem Urlaub hatte ich ja die Wahnsinnsmotivation mit der Hochzeit, mit dem Brautkleid, das gab noch zusätzlich so einen Druck. Ich MUSSTE einfach abnehmen, ich MUSSTE in das Kleid passen. 
Jetzt habe ich diesen Druck natürlich nicht mehr, ist ja nicht schlimm, wenn ich wieder ein paar kg zunehme...und nicht schlimm, wenn ich nicht sofort wieder weitermache und weiterhin abnehme. SO sieht's nämlich aus.

Das ist echt zum Wahnsinnigwerden.

Aber ich werde es eines Tages schaffen.
JA! Ich werde!!

EI HÄF Ä DRIHM!! Jawoll, das häf ich!

Eines Tages....! *dramatisch in den Himmel aufblickend und die Hände hochhaltend*  Eines Tages... werde ich endlich mein Zielgewicht erreichen und Größe 38/40 tragen!
Ich werde in die Läden gehen und die Verkäuferin bitten, mir doch bitte dieses Kleid in eine Nummer KLEINER zu bringen! Jawohl, KLEINER!
Ich werde an Buffets ohne schlechtes Gewissen Nachschlag holen, ohne dass ich mich dabei beobachtet fühle  (äh, nein, vergessen wir das mit dem Nachschlag. Ich muss ja mein Gewicht halten) 
Ich werde beim Sitzen niemals versuchen meinen Bauch zu verstecken!

Es wird der Tag kommen, an dem ich OHNE Pareo am Swimmingpool oder am Strand herumlaufe.... (äh, ich glaub das wird auch nix, denn die Cellulite wirste nie mehr los..ach Scheisse!)

Ich werde allen von meiner Abnehmstory erzählen, wie ich es geschafft habe, wie ich nun endlich damit abgeschlossen habe...und....und.... öh...mein Magen knurrt grad total, ich mach mir mal eben einen Tee Leute.

Ich werde berichten. Nicht so wie vor dem Urlaub, regelmäßig, aber zwischendurch mal.
Drückt mir wieder die Daumen. Bitte. 
Danke.

Dienstag, 10. September 2013

Leckere Trüffelpralinen selbstgemacht


Diese Pralinen sind wirklich einfach und sehr lecker. Als Mitbringselgeschenk eignen sie sich auch hervorragend und schön in Folie eingepackt ist es immer der Hingucker. Ich hatte sie zuletzt zu meiner Trauung gemacht, die gab es zum Kaffee und kam sehr gut an.

Ihr braucht dazu:

100 g Zartbitterschokolade
100 g Volllmilchschokolade
200 g Sahne
1 Packung Kekse (egal ob ganz normale Leibniz-Kekse oder Nusskekse etc.), ihr könnt aber auch übriggebliebenen, 2-3 Tage alten Kuchen verwenden.
Kokosraspeln
Kakaopulver (Backkakao)
Schokostreusel



Sahne im Topf  bei mäßiger Hitze erhitzen, die Schokolade in kleinen Stücken reingeben und unter umrühren mit dem Schneebesen zu einer Schokosoße verrühren, bis alles gut ineinander verschmolzen ist.
Topf vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Dann die Kekse oder den Kuchen fein zerbröseln und  in die Schokomasse geben, mit den Händen gut vermischen. Wenn die Masse zu flüssig ist, noch mehr Kekse/Kuchen dazugeben. Ganz fest sollte sie auch nicht sein, da sie im Kühlschrank noch fester wird. Den Topf in den Kühlschrank stellen und solange dort lassen, bis die Masse fester geworden ist. So fest, dass man Kugeln daraus formen kann.

Verschiedene Teller mit Kokosraspeln, Kakaopulver , Schokostreusel füllen. Ihr könnt auch Krokant oder gehackte Nüsse/Walnüsse etc. nehmen. Die könnt ihr auch vorher in die Schokomasse geben.

Aus der Masse viele kleine Kugeln formen, in Kakao, Kokosraspeln usw. wälzen und die Kugeln in kleine Papier-Pralinenförmchen legen. Gut gekühlt halten sie sich fast eine Woche! (Bestimmt auch länger, aber die gehen ziemlich schnell weg, ist ja wohl klar, ne?)





Montag, 9. September 2013

Türkische Rezepte (13) - Gemüsereibekuchen/Sebzeli Mücver


Mücver heißt Reibekuchen/Reibeplätzchen. Es gibt den sebzeli (mit Gemüse) mücver, den patatesli (mit Kartoffeln, kabakli (mit Zucchini). Man kann fast jedes Gemüse dafür verwenden. Man macht ihn bei uns auch in der Pfanne, als kleine Plätzchen, aber im Backofen, als Blechreibekuchen ist er auch sehr beliebt und nicht so fettig.

Ich habe ihn letztens auch im Backofen gemacht und zeige euch mal ein paar Bilder dazu.
Ich habe ja immer das Problem bei Rezepten, dass ich keine bestimmten Mengenangaben machen kann, da ich meist einfach so, nach Gefühl und eigenem Ermessen koche. Bei diesem Rezept war es auch so, deswegen sind die Mengenangaben nicht so genau, probiert es einfach aus, das wird schon klappen.

Sonntag, 8. September 2013

Video der Woche - Bodyguard cat



Video der Woche hatten wir hier ja schon lange nicht mehr, gell? Wird mal wieder Zeit.
Ich bin nicht unbedingt eine Katzenliebhaberin, Hunde sind mir da irgendwie symphatischer (ich hab da so'ne komische , unerklärliche Angst vor Tieren), aber bei solchen Bildern bin ich immer so entzückt.
Dieses Kätzchen ist so herztallerliebst, wie es den Bodyguard spielt. Tiere sind schon was ganz besonderes...


Freitag, 6. September 2013

Verheiratet oder nicht verheiratet....


Von der Wiege bis zur Bahre, Formulare, Formulare....



.....sis iss se kwestschen!

Irgendwie bin ich im Moment so dazwischen. Eigentlich bin ich ja schon verheiratet, in der Türkei. Hier in Deutschland aber noch nicht so wirklich, weil meine Namensänderung noch nicht vollzogen werden konnte, aus Gründen, die ich HIER unten im Text erwähnt hatte.

Wir waren letztens beim türkischen Konsulat und oh Wunder! Es betreute uns eine Beamtin, die sogar recht freundlich war. Ich bräuchte ja die Heiratsurkunde von meiner ersten Ehe. Ich hab sie aber nicht mehr, meinen Ex habe ich gefragt, er hat es auch nicht. Blöd...na ja, das Konsulat,  wo wir damals (84) geheiratet hatten, bzw. die Beamtin, konnte dazu keine Unterlagen mehr finden. Häh???
Sie sagte, ich solle es aus der Türkei beantragen. Wenn sie es tun würden, würde es 6-8 Wochen dauern, bei uns ginge es schneller.
Mein lieber Papa hat sich sofort darum gekümmert , aber dort war es auch nicht aufzutreiben.
Die Beamtin telefonisch zu erreichen hat nicht geklappt, da es fast  unmöglich ist , die türkische Botschaft hier  an die Strippe zu kriegen (aber die deutsche Botschaft in Izmir anzurufen und zu sprechen klappt immer, komisch ne?) Jetzt muss ich natürlich nochmal zum Konsulat... und bin gespannt, wie und wann ich zu diesem Beleg kommen werde.
Boah...ich könnt wieder so ausrasten.
Ich möchte doch nur eine Namensänderung...wir haben schon geheiratet, nur eine Namensänderung verdammtnochmal!!
Mal sehen, wieviele Wochen und Monate ich noch der Sache hinterherlaufen muss, bis es endlich klappt.

Ich glaube, ich sollte mich mit Baldriankapseln aufrüsten.

Dienstag, 3. September 2013

Aysenputtel goes afghanisch!



Ich habe heute afghanisch gekocht, jep!
Und bin grad emotional total aufgewühlt. Warum? Weil es für dieses Gericht einen ganz besonderen Grund gab:

Auf der Station, wo ich arbeite, gibt es zur Zeit einen afghanischen Jungen. Er ist 17 und hat eine herzzerreißende wie haarsträubende Leidensgeschichte. Auf Details sollte/darf ich jetzt besser nicht eingehen.
Er kam vor 2 Jahren als Flüchtling nach Deutschland und muss ein sehr schweres Trauma verarbeiten. Es geht ihm dementsprechend schlecht, kann kaum schlafen, kaum essen, etc.

Ich habe mir in den letzten Wochen viel Gedanken gemacht um ihn. Ich dachte mir: Wie schwer muss es für ihn sein...ohne Familie, Freunde...alles fremd, die Sprache, das Essen...alles. Habe mir überlegt ihm eine Freude zu machen, ihm evtl. Zeitschriften und Bücher in seiner Sprache zu besorgen, aber er ist leider Analphabet. Wegen den Umständen konnte er keine Schule besuchen.
Dann dachte ich mir, er vermisst doch bestimmt die afghanische Küche und ich könnte ihm eine Freude mit seinem Leibgericht machen. Ich fragte ihn, was er am liebsten essen würde, er sagte : "Palau"
Ich habe es sofort gegoogelt , ihm einige Bilder gezeigt und  gefragt welches sein Gericht wäre. Sofort  zeigte er  mit leuchtenden Augen  auf ein Foto.
Das Gericht heißt "Kabuli Palau" und ist das afghanische Nationalgericht. Ich suchte mir einige Rezepte dazu aus und fand sogar einige Videos auf youtube, das war sehr hilfreich für mich.
Ich habe sie mir alle angeschaut . Nachdem ich das "Prinzip" zu diesem Gericht, also die Grundeigenschaften kapiert habe, habe ich mein eigenes Ding daraus gemacht. Habe mich aber hauptsächlich mehr an dieses Rezept gehalten.

Dieses Reisgericht kann man mit verschiedenen Fleischsorten kochen, aber ich habe ihn gefragt , und er wollte es gerne  mit Lammfleisch haben. Das Gewürz "Garam Masala" aufzutreiben hat einige Tage gedauert,  aber zufälligerweise hatte es eine Arbeitskollegin von mir vorrätig Zuhause. Nun konnte es also losgehen.







Die Freude in seinem Gesicht, als ich es heute zum Abendessen vorbei brachte , werde ich nie vergessen....
Er hat es gesehen und ist erstmal sofort verschwunden. Bevor ich kapiert habe, was los war , kam er auch schon mit seinem Handy an und machte erstmal ein Foto davon. Dann probierte er und sein Gesichtsausdruck sprach Bände. Er sagte, dass es wirklich SEHR lecker wäre und ich war erleichtert.
Ich selbst wurde in diesem Moment pappsatt.... Haach...da lacht das Mutterherz!
Da ich erstmal einige Wochen frei habe und er bis dahin  entlassen wird, verabschiedeten wir uns mit einer Umarmung und er bedankte sich nochmal und nochmal...

Auf dem Rückweg im Auto, musste -ich Heulsuse- einige Tränen wegwischen.
Wie leicht man doch manchmal Menschen glücklich machen ...und es auch selbst werden kann...

Und ich habe auch kulinarisch wieder was dazugelernt. Afghanische Küche ist doch gar nicht mal so schlecht! Yay!

Noshe jan!


Montag, 2. September 2013

Naturkunde. Heute: Die deutsche Ayşe




Ich hab ja immer davon geträumt, einen eigenen Straßennamen zu bekommen, aber ein Baum ist auch ok.
"Jung"...ja, stimmt.
"Prächtiger Anblick"...stimmt auch.
"Köllün"...kommt auch so ungefähr hin.

Apropos. Wir Türken  -besonders die ältere Generation- haben ein Problem, zwei Konsonanten nacheinander auszusprechen. Kommt bei uns selten vor. Für meine Eltern hieß es auch immer "Schututgart", "Nürünberg" , "Schipiegel" oder "Schiwein".

Bin grad total gerührt.

Lieben Gruß an das Forstamt.

PS: Aber ich distanziere mich in jeglicher Form von Wanderern und komischen Vögeln!