Dienstag, 8. Oktober 2013

Abenteuer Einkaufen, oder "Haben sie eine Payback-Karte?"




Wie ich schon des öfteren hier erwähnt habe, gehört Einkaufen nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen.

Und dabei ist es mir egal, ob es um Einkaufen im Supermarkt geht, oder bei H&M.
Ich weiß gar nicht, welches anstrengender und nerviger ist. Um mal kurz das erste Bild zu kommentieren:
Als meine Mutter noch in Deutschland gelebt hat, bevor sie '84 zurückgekehrt ist, hat sie sich immer über das Einkaufsverhalten der Deutschen gewundert. Damals gab es bei uns in er Nähe einen Tante Emma Laden, wo ältere Damen gerne eingekauft haben. Sie kauften z.B. meist nur 5 Scheiben Wurst, 2 Äpfel, 1 Banane, 1 Birne.
Obst, stückweise kaufen??? Das fand meine Mutter immer sehr verwunderlich. In den Urlauben in der Heimat erzählte sie dann davon, wenn alle wieder wissen wollten, wie es denn so ist in "Almanya".
Sie erzählte , dass es in Deutschland ganz normal wäre, nur 2 Stücke Obst zu kaufen, oder nur ein paar Scheiben Wurst, oder Brot.
Großeltern, die ganz alleine lebten, oder Singles gab es in ihrer Welt ja eigentlich nicht. Alle Generationen lebten unter einem Dach. Die armen , alten Eltern alleine in einer eigenen Wohnung? Unmöglich!
Und die Kinder wechselten in eine andere Wohnung nur wenn sie heirateten, erst dann zogen sie aus, egal wie alt sie waren. An alles andere  musste auch sie sich mit der Zeit gewöhnen...
Bei uns gab es immer wöchentlich einen Großeinkauf, da jeden Tag frisch gekocht wurde, für 5 Personen. Und an den Wochenenden -meist auch in der Woche- gab es Besuch. Viel Besuch.
Meine Mutter kochte sich echt den Wolf, ihr ganzes  Leben lang. Wenn sie nicht gestorben ist -und das ist sie, Allah sei dank, nicht- dann kocht sie heute noch.

Einkaufszettel für den Mann



Aber kommen wir zurück zum eigentlichen Thema: Einkaufen.
Fängt ja schon in der Stadt an, der Horror.  Kennt ihr die auch die Personen, die da in der Fußgängerzone versuchen jeden anzusprechen? Weil sie vermutlich wieder für irgendwas werben wollen und neue Kunden suchen? Wenn ich die sehe, versuche ich dann sofort in die andere Richtung zu gucken, in der Hoffnung, dass er/sie mich verschont. Aber da hörst du schon die Frage: 
-Tschuldigung, hätten sie mal kurz.....? 
-Oh, hab grad keine Zeit. Termine, Termine....! *schnellerwerd*

Wenn ich Klamotten kaufen gehe, nerven mich die ständigen Fragen der Verkäuferinnen, ob sie behilflich sein können. Ja, sie machen auch nur ihren Job und wollen helfen, aber kaum setzt man seinen Fuß in den Laden, möchte sich erst mal orientieren und sich einfach nach Geschmack mal umsehen, schon wird man überfallen. Nu lasst mich doch erstmal ankommen, Herrschaftszeiten! Ich möchte an solchen Tagen am liebsten immer mit einem T-Shirt rumlaufen, auf dem steht: "Ich habe einen Mund und kann fragen, wenn ich euch brauche. Lasst mich BITTE in Ruhe gucken!"

Da gehst du in die Umkleide mit deinen sieben Sachen, ziehst dich um, steckst deine Nase zwischen dem Vorhang raus, um zu gucken, ob auch ja keiner draußen steht, damit du den Spiegel für dich allein hast....prompt kommt sie schon umme Ecke.

-Und? Hat's gepasst?

Boah ich könnte dann, ne...
Hat es natürlich nicht. Aber egal, du könntest da stehen mit raushängenden Brüsten, hervorstehender Pocke und aussehen wie eine Vogelscheuche oder 'ne Pellwurst, da würde die immer noch sagen: "Das steht ihnen sehr gut. Hebt ihre Weiblichkeit hervor"
Mhhmm.

Und diese Menschen sind wahre Stimmwunder. Sogar eine Alt kann an der Kasse zum Sopran mutieren, wenn sie dir mit 4 Lagen höherer Stimme als sonst hinterherrufen: "Wiedersehen, einen wunderschönen Tag noch!"


Die Asiaten sind auch so einkaufsfreudig, wie wir Türken.


Das sind dann wirklich die Momente, an denen ich mir wünsche , ich wäre im Baumarkt.

Ich finde  die Mitarbeiter in den Boutiquen sollten in  Baumärkten arbeiten, und umgekehrt.
Da herrscht dann genau das Gegenteil. Dort kauf ich nämlich nicht nur nach Geschmack, sondern suche z.B. nach gewissen Dübeln und brauche Hintergrundwissen, aber finde da mal einen Mitarbeiter! Als wenn sie sich abgesprochen hätten, kurz vor der Öffnungszeit:

-So, alle Mann in Deckung, wir öffnen gleich! Kalle, ich bin im Büro, du versteck dich hinten im Lager! Willi, die hintere Tapetenecke bietet sich immer an, gib kein Mucks von dir und kommt alle erst raus, wenn ich ein Zeichen gebe, kurz nach 20 Uhr, klar?

Und im Laufe des Tages denken sie sich  dann ab und an, nachdem ein hartnäckiger Kunde nicht aufgegeben und gesucht hat, bis er jemanden fand: "Mist! Doch entdeckt.."
Fürterlich ist das. Wo bleiben die "Kann ich helfen-Verkäuferinnen", wenn man sie mal braucht??

Im Supermarkt haste wenigstens deine Ruhe. Aber da wird dann der Kassengang jedesmal eine Geduldsprobe.

Da komme ich also an einer der 3 geöffneten Kassen (von 18), stelle mich an und warte. Ich lasse fast immer die Person hinter mir, wenn ich selbst viel im Wagen habe, vor. Aber ist es mal umgekehrt, lässt mich  natürlich keine Sau vor.  Da wird sogar noch schnell an der Kasse , mit einem lungenkollapsgefährdetem Husten, 3 Packungen Zigaretten dazugepackt. Und obwohl ich zwischen meiner Packung Milch und seinem eiffelturmähnlichen Warenhaufen mind. einen Meter Platz gelassen habe, stellt er mir ganz eifrig den Warentrenner dazwischen.
Hä? Hat er Angst, dass die Milch nicht mehr frisch ist und zu seinen Sachen rüberhüpft?


Und ich dachte immer, bei uns in der Türkei hätten die Läden am meisten geöffnet. Die USA hat da echt die Nase vorn.



Vor mir zieht ein kleines Kind ständig an meiner Bluse herum. Ich sage zur Mutter:
-Können sie ihrem Kind bitte sagen, dass er...-
-Ich sage meinem Kind gar nichts, ich erziehe es antiautoritär!
-Ach so.

Nach einer ganz kurzen Kreativpause, während die Mutter mit einpacken beschäftigt ist, zische ich dem Kind zu: "ICH nicht. Finger wech, du Rotzblach! Das ist MEINE Bluse!" und ziehe ihm meine Bluse aus der Hand.
Bevor das verstörte und geschockte Gör zum nächsten Anschlag ausholen kann, sind sie endlich außer Reichweite. Na also, geht doch.

Das flinke Wiesel an der Kasse zieht meine Ware durch den Scanner. Kein Ton. Nochmal....und nochmal....nix. Ok, dann versucht sie den Code manuell einzutippen. Geschafft.
Dann plötzlich....das Kleingeld ist alle, war ja klar. Immer dann, wenn ich's ganz besonders eilig habe.
Sie packt die Kleingeldrollen aus.
Was denn jetzt?! Storno?? Oh neinnnn... verdammt!
"Herr Müller, bitte an Kasse 3, Storno, Herr Müller bitte!"
Alle in der Schlange warten sehnsüchtig auf Herr Müller. Mann des Tages!
Dann..du willst endlich zahlen und gehen, kommt die Hassfrage:

-Haben sie 'ne Peybäck-Karte??
Dann möchte ich immer am liebsten SO antworten, sage dann aber zähneknirschend: Nö.
Damit ist aber lange nicht genug.
-Sammeln sie Treuepunkte?

Nein, ich sammle keine Treuepunkte! Ich brauche keinen blöden Sahneaufschäumer für 10.000.000 Punkte!
Ganz charmant sage ich:
-Nein. Ich bin ihn auch SO treu. Und DAS ist wahre Treue.

Kommt immer gut.

Als letzten Nervtöter fragt sie noch:

-Sammeln sie die Sticker?
-Nein, danke. Die können sie dem kleinen Jungen hinter mir geben.

Man sieht zwei funkelnde Kinderaugen.
-Dankee!!

Sie so (Mezzo-Sopran): "Einen Schönen Tag noch!"

Ich so (Alt): "Ja, sie mich auch...äh...auch so"

Bevor ihr einfällt,  nach meiner Postleitzahl zu fragen, rücke ich meinen Heiligenschein zurecht und fahre endlich schnell nach Hause.

Es lebe Online-Shopping!



Kommentare:

  1. Ich kann dich so gut verstehen. Seit Jahren kaufe ich hauptsächlich online. Selbst Drogerieartikel werden bestellt. Nur Lebensmittel kaufe ich noch im Laden. Ich wünsche dir viiiieeel Gelassenheit für zukünftige Einkäufe. UND SCHÖNEN TAG NOCH!! :-) OOOOHHHHHMMMMM
    LG Susann

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    1. Ich bin wirklich so froh, dass ich so manches online kaufen kann, es ist so wahnsinnig bequem. Ich finde, jeder Supermarkt müsste auch Hauslieferung machen, so ähnlich wie Pizza-Taxi. Einfach anrufen, Bestellung und Adresse durchgeben , z.B. 1 Packung Eier, 2 Pfund Tomaten, 2 Liter Milch...zack, innerhalb von 2 Stunden wird's geliefert, wäre das schööööön! *träum*
      DANKE, AUCH SOOOOO!! *krächz* ;)

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    2. Der Supermarkt liefert doch nach Hause. Aber Penn*y u. Konsorten haben das nicht nötig und ehe ich den Warenaufpreis von Kaisers oder dem KaDeWe zahle, kaufe ich halt doch selbst. ;)

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    3. WAAS?? Welcher Supermarkt liefert denn nach Hause? Die beiden, die du da erwähnst? Hab ich ja noch nie mitgekriegt.

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  2. Hihi... der Einkaufszettel.... auf die Idee hätte ich beim Exmann kommen müssen.. der hat mir, als er Cocktailtomaten kaufen sollte, Cocktailkirschen mitgebracht.. (wobei ich grad merke, da hätte ein Bild von einer kleinen roten Kugel auch nix gebracht.... grins)

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    1. Chrchr... wie lustig. Bevor ich Mista E. losschicke, zeige ich ihm manchmal erst einige Bilder von dem Produkt, bzw. von der Verpackung, bei Google-Bilder:)

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  3. Hach!
    Ich gehe gerne einkaufen.
    Stöbern, was es neues gibt. Sowohl im Bau- als auch im Supermarkt.
    Ja, ich kann stundenlang vor den Regalen stehen und mir alles anschauen. Na ja, wenn ich Zeit habe, wenn ich keine Zeit habe,Dann werde ich zum Hirsch! Zum tollwütigen Hirsch. LEider stehe ich aber auch immer in der falschen Schlange.

    Aber die Baumarktmitarbeiter sind mir auch ein Rätsel. Manchmal glaube ich ja, dass die ein moderner Mythos ist. Die gibt es nicht!
    Ich habe übrigens mal eine Verkäuferin gefragt, als sie mir sagte mir würde ein Outfit total gut stehen und wäre wie für mich gemacht: "Ob sie auf meinen Mann scharf wäre, weil sie mir solch schlecht sitzende Sachen aufschwatzen wolle (Der Hosenbund stand 2 Zentimeter ab, die Beine waren etwas zu kurz und das T-Shirt FÜRCHTERLICH!

    NA, ja sie schaute etwas sparsam, als ich sie das fragte, mir meine Sachen anzog und erklärte, dass ich beim Einkaufen Spaß haben und nicht angelogen werden will und ging. Ohne Ware selbstverständlich:-)

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    1. Einkaufen sollte doch wirklich Spaß machen, ist ja auch eigentlich was schönes. es gab auch mal Zeiten, ich erinnere mich wage, da hat es mir auch Spaß gemacht. Ich weiß echt nicht, wann das aufgehört hat. Schade eigentlich.

      Hah, hast Du richtig gemacht!:)

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  4. Die Baumarktmitarbeiterazubis haben das mit dem Verstecken noch nicht so drauf. Höhö. Und DA komm ich ins Spiel :D
    Ich hab im Baumarkt mal nach einer Gehrungssäge gesucht. Ich wollte kein Multifunktionssuperhightechfachmannteil, sondern eine händisch zu bedienende Gehrungssäge. Hab auch ganz allein selber eine gefunden, aber irgendwie... bei der Inspektion des aufgebauten Ansichtsexemplars endete das Sägeblatt allerdings 7-8 mm über dem Auflagedingens. Dast ist nicht ganz optimal, will ich doch meine Fußbodenleisten komplett durchsägen.
    Daraufhin hab ich mir einen vorbeischleichenden Azubi geschnappt. Ich in rosa Glitzer so "heiiii, ich hab mal ne Frage zu der Gehrungssäge" Azubi denkt sich "die will nur wissen wie man sägt, das krieg ich hin" und lacht so zahnschmerzgequält. Dann erklär ich ihm mein Gehrungssägenproblem. Azubi hat das Problem verstanden. Dann haben wir uns gemeinsam auf Problemsuche gemacht, damit ich das daheim nicht auch falsch aufbau. Wir haben die Säge auf dem Baumarktfußboden auseinandergebaut und wieder zusammengebaut. Die Leut haben etwas blöd geguckt. Und die fertigen Baumarktmitarbeiter sind genau dann aus der Versenkung aufgetaucht als wir fertig waren. 25 Minuten später. Kollegenschweine. Lassen ihr Kid einfach in den Krallen einer irren Gehrungssägentussi zurück.

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    1. Oh ja, die armen Azubis, die müssen immer überall durch. Aber das lernen die während der Ausbildung wahrscheinlich auch, das "Verstecken". Learning by seeing, oder so.

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  5. Meine türkische Seele kommt auch beim Lebensmittelkauf durch: Petersilie - nicht unter drei Bund. Irgendwann hat mich sogar mal jemand gefragt, ob ich für eine "Tafel" arbeite...

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    1. Oooh jaa, dieses Fragen! Ich wurde auch so oft gefragt, warum ich immer so viel Petersilie kaufe, oder letztens, als ich jede Woche den ganzen Portulak im Laden wegkaufte. Und das im türkischen Laden, von TÜRKEN! Tsse... die junge Generation halt, ne?:)

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  6. Herr Hütchen findet den Einkaufszettel fies.
    muhahahaha....
    Ja, Einkaufen ist Horror.
    Egal wo.
    Ich lasse auch immer jemanden vor. Immer.
    Aber umgekehrt habe ich das auch noch nicht erlebt.
    Bis die vor mir ihre Waren auf dem Band liegen haben, wäre ich schon raus aus dem Laden.
    Und es ist garantiert die falsche Kassenschlange, die ich gewählt habe.....
    Und am Ende, wenn ich dann bezahlen will, weiß ich plötzlich meine PIN nicht mehr oder das Kartenlesegerät ist defekt und ich habe kein Bargeld............
    Alle hassen mich.

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    1. Jep, es ist immer die falsche Kasse, an die man sich anstellt...immer! Das mit dem Kartenlesegerät hab ich ganz vergessen zu erwähnen, siehste?
      Und was ich auch vergessen habe zu zeigen, ist dieses Bild: KLICK Das wird Herrn Hütchen bestimmt auch nicht gefallen, aber die Wahrheit ist manchmal hart :)

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    2. Filinchen
      Wie wahr, wie wahr! Wenn mein Mann einkaufen geht, lege ich das Telefon schon in Reichweite.

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  7. Dieses "einen schönen Tag noch"-Geträller geht mir am meisten auf den Sender.
    Und die grenzdebilen Namen der zig Brötchensorten.
    Im Baumarkt bekomme ich regelmäßig so´nen "Baumarktflash" - WAS man nicht alles machen könnte/müßte!
    Zum Glück ist das sofort wieder weg,wenn ich da raus bin.

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    1. Wuaaah, diese Brot-und Brötchennamen!! Früher konnte man anhand der Namen wenigstens erkennen , was drin ist. Kann mir bitte jemand erklären, warum ein Brötchen Bolero heißt? Oder Monte Christo? Was ist drin, eine Feile?

      Ich zeig da meistens drauf, die Namen muss ich mir ja nicht merken. Ich will sie schließlich nicht rufen, sondern essen.

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  8. Eigentlich kauf ich auch gern ein. So richtig in Ruhe und viel gestöber. Blöderweis bring ich dann immer viel mehr mit, als eigentlich geplant war. Sollte mir auch mal lieber online shopping angewöhnen.
    Dieses: 'Drei Scheiben Aufschnitt' gekaufe halten viele Menschen für Luxus. Möglicherweis ist es das auch inzwischen. Früher wurden die Scheiben am nächsten Tag von der selben Wurst abgeschnitten und viel frischer war's ja dann auch nicht. Das nervt mich aber ehrlichgesagt auch manchmal, deswegen verzichte ich häufig auf Frischwurst und kaufe sie lieber abgepackt. Wenn vor dir jemand wirklich gramm- und scheibenweise Wurst kauft, könntest du manchmal echt ausflippen, besonders wenn du nur mal eben schnell was mitbringen wolltest und die Kinder daheim schon warten.
    Was Kinder angeht muss ich allerdings sagen, dass ich glaube, dass das Süßkram an der Kasse lagern nimmer gar so zieht. Meine hatten schon kein Problem damit sich das anzugucken und ich seh wirklich selten mal ein Kind an der Kasse heulen und zetern, kann ich an einer Hand abzählen.
    Das Verhältnis des... ich sag mal Einkaufsvolumens im Unterschied find ich allerdings schon gravierend aber auch bezeichnend. Überhaupt denke ich dass unsre Gesellschaft egoistischer geworden ist und einfach der Blick über den Tellerrand immer mehr verschwindet.
    Als ich, schon vor Jahren mal, im Bekanntenkreis mal anmerkte, dass man doch sowieso immer etwas mehr kocht, für den Fall eines Überraschungsgastes und dass man die Reste ja auch einen Tag später noch bei korrekter Aufbewahrung gut essen könnte, wurde mir entgegengehalten, dass diese Vorstellung antiquiert sei und nichts mit der Planung und Struktur einer modernen Hausfrau gemein hätte.
    Ich find eure familiären Strukturen einerseits sehr bewundernswert und nachahmbar, andererseits mal eine Frage: Gibts eigentlich Probleme mit der Wahrung der Privatsphäre?

    Viele, liebe Grüße,
    N.

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    1. Heutzutage wird es immer seltener, dass 3 Generation im selben Haus wohnen. Sogar bei uns im kleinen Dorf, gibt es sehr viele alleinstehende, alte Menschen, deren Kinder ab und an mal vorbeikommen, wenn's unbedingt nötig ist. Die Zeiten ändern sich...
      Privatsphäre? Also, wenn meine Mutter von früher erzählt, aus ihrer Jugend, kann ich es gar nicht fassen. Damals war es sogar die Regel, dass die Söhne später mit ihren Frauen und Kindern im selben Haus wohnten. Gut, die Häuser waren nicht sehr klein, aber jedes Paar/Familie hatte nur ein Zimmer für sich. Meinen Eltern schliefen mit uns , 3 Kindern (!) in einem Zimmer, bevor wir (als ich 3 war) nach Deutschland kamen. Meine Onkels mit ihren Frauen in jeweils anderen Zimmern und meine Großeltern hatten in der unteren Etage ihren Raum, der gleichtzeitig auch ein 2. Wohnzimmer und Küche war. Unvorstellbar in er heutigen Zeit.
      Damals kannten sie das Wort "Privatsphäre" gar nicht. Die Armen...

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  9. oh ALDA!! der Einkaufszettel ist ja *lachend-zusammenbrech* soo schlümm is mein Bettkühler nicht, der mal eher mir exotische Früchte auf, weil Häschen ja nicht alles kennt (nochnicht). @einkaufen in Klamottenläden, geht am bestesten in größeren Filialen, ala C&B und .......äh nee Hager und Mager da find ich nie was. Hier in den USA lassen se mich weitestgehend in Ruhe, aber wenn man in kleinere Boutiqen geht, dann stürzen sich 23,4 Tussen gleich auf einen. *urks*
    @einkaufen von Lebensmitteln, glaub mir ich würde gerne so Massen einkaufen, aber das ist zu teuer. Und nen Türkenladen wo man das zum Türkischen Freundschaftspreis kriegt, gibts hier nicht. Bei der Tante Emma wars auch nie so billig das die Omma sich da hätt 6 Scheiben leisten können... so is das! ;) Und das schönste hier in Amiland ist, das 13 Kassen aufhaben, und sobald sich der Hauch einer Schlange abzeichnet (Walmart) öffnet eine weitere Kasse. Die Fragen auch nicht nach Punkten die man sammeln möchte (ach nee mein Punktekonto ist schon voll) ....... sondern fragen HOW ARE YOU TODAY.... (jaja fine now gimme my fucking rest-money und isch bin auf und davon) :D

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    1. How are you today...DAS fehlte mir noch, dass ich auch noch ein Pläuschen halten muss an der Kasse! Jow, Tante Emma war nett, aber teuuuer!

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  10. *g* Wunderbar beschrieben. Bin da ganz bei dir. Einkaufen, früher mein liebstes Hobby, ist heute die Hölle. Ich hasse es. Klamotten werden fast nur noch online geordert und für den Rest habe ich bestimmte Märkte und Einkaufszeiten, die das geringste Übel sind. Ts... wann wurde das Einkaufen so zum Stress? *seufz*

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    1. Genau DAS frage ich mich auch manchmal, ich hab ja mal Freude daran gehabt, so ist daa ja nicht.

      (Oooh, ich hab grad Feierabend auf Arbeit und deswegen fallen die letzten Kommentare so kurz aus, sorry):)

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    2. Ich sag dir, wann mir die Freude am Klamottenkauf verging.

      a) Konfektionstechnisch Frau +
      b) Budgettechnisch Teenie +
      c) Meinem Budget angemessene Läden, in denen ich mir neben den Teenieverkäuferinnen vorkomme wie ein Großmutterpottwal =
      d) Einkaufen ist blöd.

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    3. Ja..ich glaube bei mir war der erste Auslöser a)...*seufz* Wenn ich mal meine Wunschgröße in diesem Leben noch je erreichen sollte, würde es mir bestimmt ein wenig mehr Spaß machen, Klamotten zu kaufen.

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  11. Ich kaufe auch total gerne ein. Soll ich das in Zukunft für Dich übernehmen...?! ;) Und natürlich habe ich besagte Karte und es ist mir schnurzegal, dass dann diese Payback-Fuzzies wissen, was ich bevorzuge.

    LG

    P.S. Ich frage mich gerade in welche Klamottenläden Du gehst. Ich werde schon lange nicht mehr angesprochen. Einfach weil kein Personal da ist. Aber ich brauch es auch nicht. ;)

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  12. Hach, Ayse, du und ich, man muss es mal sagen: wir sind wie eine!
    Ich hasse EInkaufen schon seit ich Geld zählen kann. Klamotten wie Lebensmittel wie anderen Kram. Baumarkt geht so, ich find mich eigentlich immer selbst gut zurecht. (Das Allerschlimmste bleiben aber Klamotten- ganz entgegen des gängigen Klischees)
    Ich mach es wie Anna und gehe nur zu bestimmten Zeiten einkaufen. Oder schick den Brüllmann vor.

    Zwischen Weihnachten und Silvester sowie kurz vor- und nachher kriegt mich jedenfalls absolut niemand in einen Laden. Lieber verhungere ich. Vorher packe ich mir natürlich Kühl-, Gefrier- und Vorratsschrank voll, um auch ja nicht einkaufen zu müssen. Und weil ich Weihnachtsgeschenke meist schon im August habe (ja, so früh schon!), entfällt auch das Last-Minute-Gerenne.

    Bah. Bin schon gestresst wenn ich nur dran denke. Pfff. *hyperventilier*

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  13. Danke, Danke, Danke!
    Wische mir noch die Lachtränen ab.
    Über den Einkauszettel konnte Herr M. auch nicht lachen (siehe Herr Hütchen), kam ihm wohl zu bekannt vor.
    Aber das Video zur Paybackkarte ist der Kracher.
    Genauso wie das letzte Foto.
    Gruß, Miriam

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  14. Schlicht weg ein Brüllerartikel! Ich kauf ja zu gerne in der Türkei ein.....immer lecker Tee kriegssu da :-D auch ohne Payback Karte! Viele Grüße Cassiopeii

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  15. Manu, nickel, Miriam und liebste cassiopeii, habe gleich Feierabend (bzw. Feiermorgen):), deswegen schaffe ich es nicht mehr, euren Kommentaren ausgiebig zu antworten, seht es mir bitte nach. Lieben Dank und Gruß!

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  16. *gröööööööhl* mal wieder ein echter Knallerartikel Ayse ... von ersten bis zum letzten Wort :-)))

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  17. *weglach* Herrlich, ey. Voll ins Schwarze getroffen. :D

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  18. Liebe Ayse,

    oh Mann, ich schmeiß mich echt weg ;-)))))))))))))))))))))))))
    Du bist einfach super *lach*

    Hochamüsierte liebste Grüße
    Bettina

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  19. Seit ich in Süditalien lebe, gehe ich gern einkaufen. Hier gibt es noch für alles einen Extraladen. Der Besitzer/ die Verkäufer kennen mich inzwischen mit Namen oder einfach nur als "die Deutsche", die auch mal nur eine Zwiebel will, statt gleich ein ganzes Kilo. Man hält ein kurzes Schwätzchen im Vorbeigehen, selbst wenn man gar nichts kaufen will, wird auf besonders gute Ware hingewiesen... alles ist irgendwie persönlicher und netter. Das Gleiche gilt für den Markt und die Stammbuden.

    Für die Klamottenläden im Einkaufszentrum habe ich ganze schnell eine Phrase gelernt, die in etwa "ich will nur mal gucken" heißt. Damit findet sich jede eifrige Verkäuferin ab. Also alles halb so wild...

    Trotzdem habe ich mich beim Lesen total amüsiert. :)

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    1. Ach klar, bei dem Satz lassen sie einen auch meistens in Ruhe. Ich wünsch mir halt, dass sie erst gar nicht fragen..ich Griesgram ich:)

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