Freitag, 20. September 2013

Türkische Rezepte (14)- 2 Vorspeisen: Ezme und Humus



Letztens hatte die Silke nach dem Rezept von "Acili Ezme" gefragt und ich habe ihr versprochen, dass ich es hier bald posten werde. Hiermit möchte ich es tun.
Und gleich 2 Vorspeisen auf einmal, weil jemand auch schon mal nach Humusrezept gefragt hatte (wenn ich schon mal dabei bin). Ich hatte gestern Besuch und habe beides zubereitet.

Wir fangen mal mit dem ersten Rezept an.
Es nennt sich "Acili Ezme" (auch 'Antep Ezme' genannt, da es ursprünglich aus der Stadt Antep kommt). Ezme heißt so ähnlich wie "zerdrücktes, püriertes", da die Zutaten miteinander vermischt und zerdrückt werden, sodass eine pastenähnliche Masse entsteht. Acili Ezme heißt also "scharfes zerdrücktes", da diese Vorspeise gern scharf gegessen wird.
Eine kleine "Türkischstunde" am Rande: Es wird nicht "etzme" ausgesprochen, sondern eSme, so wie mit einem sehr weichem S. 
Denn was hatten wir mal hier gelernt? Hmmm?? :  "Türkisch für Anfänger (und gleich wieder Aufhörer)" , das Z wird im Türkischen wie ein weiches S ausgesprochen.
So, weiter geht's im Rezept.

Für Ezme brauchen wir diese Zutaten:



2 rote Peperoni (die Süßen. Ihr könnt auch Paprika nehmen)
4 grüne Peperoni
2 Tomaten
2 Zwiebeln
1 Knoblauchzehe (wer mag natürlich mehr nehmen, ich mag's nicht so extrem knoblauchlastig)
1 kl. Bund Petersilie
1 Zitrone
2 EL Paprikamark
1-2 EL Sambal Ölek (je nach Geschmack. Ihr könnt natürlich auch direkt scharfes Paprikamark nehmen, ich hatte nur diese beiden Zuhause)
Olivenöl
Salz, Pfeffer und ein wenig Nane (getrocknete Minzblätter)



Das ganze Gemüse kleinschneiden und alles der Reihe nach in einen Zerkleinerer geben.



Nachdem alles ganz fein zerkleinert ist, die ganze Masse in einen Sieb geben und die Flüssigkeit gut abtropfen lassen. (Sonst wird es nämlich keine Paste sondern eine Suppe) Im Original wird  eigentlich alles mit der Hand zerkleinert, die "Gourmes" verpönen die Zubereitungsart von Ezme mit der Küchenmaschine, aber es geht halt viel schneller und einfacher, ätsch.


Dann das Ganze wieder in eine Schüssel geben und die restlichen Zutaten beimischen.
Paprikamark...


Sambal Ölek..... (man kann natürlich auch "pul biber" nehmen, das sind getrocknete, kleingehackte scharfe, rote Peperonis)


Die restlichen Gewürze noch dazu, Olivenöl (3-4 EL), reichlich Salz, Pfeffer, Nane (1 TL) , den Zitronensaft.... und alles gut verrühren.


Fertig!






Jetzt kommen wir zum Humus.

Dafür brauchen wir :

500 mg Kichererbsen aus der Dose
4 (großzügige) EL Tahin (Sesambrei)
halbes Glas Wasser (ca.100-120 ml)
1 Zitrone
Olivenöl
2 TL Kimyon (Kreuzkümmel)
Salz




Die Kichererbsen werden mit dem Wasser, Olivenöl (2 EL) und dem Zitronensaft zu einer gleichmäßigen Masse püriert.


Dann den Sesambrei, den Kreuzkümmel dazugeben,durchrühren und mit reichlich Salz abschmecken.



Fertig. Guten Appetit! Afiyet olsun!




Sowie auch Ezme , ist Humus eine sehr beliebte Vorspeise und darf vor allem bei einem "raki sofrasi", also einem "Raki-Tisch" nicht fehlen. Raki wird bei uns gerne getrunken, an einem Tisch mit vielen kleinen warmen und kalten Vorspeisen. 
Hier ein kleiner Einblick von unserem Raki-Tisch gestern Abend. 
Ich dekoriere sehr gerne und mag es wenn es schön angerichtet aussieht und bunt ist.
Ich wollte euch ja auch mal zeigen, wie es mit der ganzen Blumenschnitzerei mit Gemüse geht, aber  ich komm ja zu nix. Aber irgendwann mal bestimmt...












Kommentare:

  1. Ui toll, da wäre ich gerne mal Gast ;D

    LG

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    1. Also , ich würd mich auf jeden Fall freuen!:)

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  2. Du hast noch nicht wieder abgenommen und suchst verzweifelt nach einer Dauerlösung? Ich habe sie für dich: Lad' mich ein, und du wirst rank und schlank - und bleibst das auch, bis ich wieder gehe. Bandwurm-Effekt. Funktioniert.

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    1. Hahaa!

      Ach...JETZT weiß ich , warum ich immer wieder zunehme. Meine Gäste essen zu wenig!! Siehste?! ;)

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    2. Nein, nein, deine Gäste essen bestimmt nicht zu wenig, nur habe ich noch nicht bei dir gegessen. Das ist ein Unterschied ;-)...

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  3. Hmmmm, lecker, danke! Den Humus werde ich bestimmt bald mal machen, ich liebe das sehr.

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  4. Ooohhhmmmmmmlecker *zahntropf*...

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  5. humus kann ich jetzt schon ganz gut, aber das acili ezme werde ich ausprobieren! Lg, corinna

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  6. Mir läuft schon das Wasser im Mund zusammen....yummi...ich werde den Ezme mal ausprobieren, den esse ich beim "Türken" immer ganz gerne mit Fladenbrot, habe es aber noch nie selber gemacht. Liegt vielleicht auch daran, dass es niemand mir so schön bildlich gezeigt hat :-))))

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  7. Liebe Ayse,
    super, vielen vielen Dank, ich bin begeistert, auch davon, dass man für Esme nichts benötigt, was ich nicht kenne....nur die getrockneten Minzblätter muss ich besorgen. Aber danach kann ich ja in der kommenden Woche mal Ausschau halten, wenn ich in der Türkei (Sigacik/Izmir) Urlaub mache.
    Ich sende dir liebe Grüße und wünsche ein wunderbares Wochenende und sage bis bald
    Silke

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  8. Uih, das Ezme ist bestimmt scharf, wenn ich mir die Menge Sambal Olek angucke, die du da reinhaust *ggg* Also nix für mich :-)

    Ezme ... irgendwie will mein Gehirn mir weis machen, dass das auch ein Vorname ist *grübel* ... ein türkischer ?

    LG Frauke

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  9. Was ein tolles Rezept! Ich dachte immer Ezme ist viel komplizierter! Hab das hier in einem echten türkischen Restaurant einmal gegessen und mich sofort in diese Vorspeise verliebt :-)

    Vielen Dank für das (einfache!!!) Rezept & Liebe Grüße
    Lili

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