Montag, 7. Januar 2013

Wie meine Mutter von meinem Vater entführt wurde....damals.

(Meine Eltern)






"Bakin, iste su cam agacinin altindan kacirdim annenizi, vakti zamaninda! Peeeh...ben neymisim yaa" 

"Schaut mal, unter diesem Tannenbaum habe ich eure Mutter damals entführt. Was bin ich doch für einer..." 

Jedesmal, seit meiner Kindheit, wenn wir zu unserer "Yayla" (Alm) fahren und an diesem Tannenbaum vorbeikommen, zeigt mein Vater darauf und lässt diesen Spruch los. Er erzählt diese Geschichte (dessen Details wir Kinder schon längst auswendig kennen) immer noch mit großem Stolz. Meine Mutter ist jedesmal peinlich berührt, kokettiert aber ab und an mal selbst damit. Dass sie ja "eigentlich" *zwinker zwinker* nicht wollte, aber unserer Vater doch soooo verliebt war in sie, dass er sie am helligten Tage entführt hat. Tsss...diese Männer. 

Mit Hilfe von meinem Onkel, dem ältesten Bruder von meinem Vater. 

Und in einem Kartoffelsack. Jawohl. 


Es kam früher sehr oft vor, dass  wenn die Familien dagegen waren oder die Tochter jemand anderem versprochen war, die "lieben Liebenden" einfach durchbrannten oder das Mädchen "entführt" wurde. 
Das ganze nannte sich eben "kiz kacirmak" = Mädchen/Braut entführen. 
Es wurde danach natürlich heftig getratscht. "Duydunuz mu? Ali'nin oglu kiz kacirmis" (Habt ihr schon gehört? Der Sohn von Ali hat ein Mädchen entführt) , oder "Fatma'yla Yusuf kacmislar" (F. und Y. sind durchgebrannt) Dass Paare 'durchbrennen' gibt es heutzutage (leider) immer noch, wenn's auch immer seltener wird. 

Dann bekamen sie einen Sohn, danach noch einen Sohn und als letztes kam ich. Als ich 3 Jahre alt war, kam mein Vater nach Deutschland; natürlich erstmal alleine. Wir kamen ein Jahr später nach, woran ich mich natürlich gar nicht erinnern kann. Bis er sich zurechtfand und eine eigene Wohnung mieten konnte, lebte er in den damaligen, berühmten "Hayim" (Heimen für Gastarbeiter) 
Dort lebten die ersten Gastarbeitermänner, bevor sie ihre Familien zu sich holten. Jedes Gastarbeiterkind von damals hat bestimmt mindestens ein schwarz-weiß Foto von seinem Vater, in einem dunklem Anzug mit Krawatte, den engen, zu kurz geratenen Hosen und den weißen Socken darunter, in und vor diesen Heimen mit seinen Mitbewohnern ...und weiß was ich meine. 



(Fotos: Internet)


Jeder kennt bestimmt mindestens eine Geschichte von ihnen, als sie noch kein Deutsch konnten und z.B. einkaufen mussten. Ich kann mich noch an jene Geschichten erinnern, wo manche Väter ein Huhn nachgemacht haben, als sie Eier kaufen wollten und grad nicht wussten, was Ei auf Deutsch heißt...oder mit ihren Fingern in der Luft rumfuchtelten und Geräusche einer Biene nachzumachen versuchten, "bssssssssss....!" , um Honig zu bekommen von der lieben Tante Emma. 
Köstliche Geschichten übrigens. Keine Slapstick-Komödie und kein Didi Hallervorden Sketch könnte komischer sein. 

In dem Film "Almanya-Willkomen in Deutschland" wurden diese Geschichten ganz wunderbar dargestellt. Ich habe mich/uns in so vielen Szenen dort wiedergefunden.




Und als wir dann dazukamen, wurde die Wohnung eingerichtet. Damals kauften sich unsere Eltern fast immer nur gebrauchte Möbel. Denn jede Mark wurde gespart. Man wollte schließlich so schnell wie möglich wieder zurückkehren in die Heimat. Das stellten sie sich damals so leicht vor.... 
(Aber ich muss sagen, meine Eltern haben es dennoch "früher als erwartet" geschafft, zurückzukehren...)

Und die Kassetten  mit unseren Stimmen, die mein Vater immer aufgenommen hatte , um sie meinen Großeltern und Verwandten zu schicken.... Damals gab es ja noch keine Telefonate und Videos etc. 
Er nahm unsere Stimmen auf. Wir mussten dann alle der Reihe nach was ins Mikrofon sagen, in welche Klasse wir gingen, wie uns Deutschland gefallen würde usw. , aber unsere Reden mussten wir unbedingt mit den Worten beenden: "Selam ederim ellerinizden öperim. Sizi cok özledim" (Viele Grüße, ich küsse eure Hände, ich vermisse euch sehr" ) Und unbedingt alle einzeln aufzählen...Oma, Oma, Onkel, Tante, Großonkel, Großtante, Cousins etc. 

Mit 5 Jahren gab ich übrigens mein erstes "Interview". Die Kassetten gibt es sogar immer noch. Habe sie mir zuletzt im Urlaub bei meinen Eltern mal angehört....die piepsigen Heliumstimmen von mir und meinem Bruder, wie wir ins Mikro kichern , mit unserem "frischgelerntem", noch nicht so ganz perfektem Deutsch Gedichte aufsagen, "Hänschen Klein, ging allein" trällern.... einfach lustig. Und wehmütig zugleich... Die damals noch jungen und frischen Stimmen von meinen Eltern...voller Hoffnung, dass sie bald mit uns allen wieder zurückkehren... 


Unsere lieben, deutschen Nachbarn....nie werden wir sie vergessen... wie entgegenkommend und unterstützend sie waren, den 'Gastarbeitern' gegenüber... 

"Tante " nannten wir sie. Sie betreute uns 2 Jahre, als meine Mutter arbeiten ging und wir alleine waren. Eines Tages, so erzählt meine Mutter, sei mein Bruder, der 3 Jahre älter ist als ich und somit damals 8, nach Hause gerannt und habe meiner Mutter zugerufen: "Anne, anne (Anne=Mama/Mutter)! Ayse  Tante'de domuz eti yedi!!!!" (Mama die Ayse hat bei Tante  Schweinefleisch gegessen!!!!) Musste mir ne Standpauke anhören....aber die Wurst war trotzdem lecker, mir doch egal. 
Meiner Mutter hatte Tante  auch versucht  Deutsch beizubringen. Sie zeigte z.B. auf die Wanduhr und sagte: "Schau mal Safiye....das ist eine UHR. UUUUUUUHHHR." 

Und meine Mutter, so erzählt sie heute noch, verstand immerzu: OVA (auf Türkisch: Tal) und fragte sich :"Häh? Was hat denn jetzt diese Uhr mit dem Tal zu tun?" 
Ja ja... deutsche Sprache, schwere Sprache. 

Muss gerade an die Geschichte denken, als sie mich vor ein paar Jahren besucht haben...nach seeeehr langer Zeit wieder in Deutschland. Wir fuhren vom Flughafen direkt zu meinem Bruder nach Frankfurt und im Auto war die Frauenstimme des Navi's zu hören: "Nach 200 m biegen sie links ab." 
Meine Mutter flüsterte mir zu: "Kizim...ne diyor bu kadin böyle ikide birde 'naah, naaah' ??? Tövbe tövbe" 

Sie wunderte sich über das Wort "nach", das immer zu hören war und im Türkischen auch so ausgesprochen wird...nur ..äh...eine GANZ andere Bedeutung hat....*hüstel, kicher* 

Den Rest der Geschichte kennt der aufmerksame Leser meines Blogs aus diesem Beitrag: Mekka- welche Richtung? 
Aber ich erzähle sie nochmal, für evtl. neue Leser.

Nachts dort angekommen, wollte meine Mutter natürlich erstmal beten und suchte nach der Richtung zu Mekka. Man muss ja schließlich immer Richtung Mekka beten. Nur bestand das Problem, dass ich mich dort nicht auskannte, es dunkel war und mein Bruder uns seine Frau schon schliefen. Wir konnten sie also nicht fragen. 
Nachdem meine Mutter verzweifelt mit ihrem Gebetsteppich ein Weilchen im Zimmer hin und her ging, hatte sie die "brilliante" Idee meinen Vater zu fragen. "Ich frag' deinen Vater, der hat immer einen guten Orientierungssinn" sagte sie. Ich ahnte schon fürchterliches... Ich muss dazu erwähnen, dass mein Vater sich nicht so unbedingt auskennt mit der Richtung nach Mekka. Er kippt sich mal ganz gerne die eine oder andere Flasche Raki hinter die Binde und FÄLLT vielleicht mal versehentlich und ganz zufällig Richtung Mekka. Das hat dann aber eher mit seinem Gleichgewichtsproblem zu tun, nach so 'ner Flasche Raki. In der Medizin würde man auch "cerebrale Dekompensation" dazu sagen. (Mein Vater sagte dazu immer: "Bin hackevoll, wo iss mein Bett") 

Also Ihr seht, meine Eltern sind ein sehr passendes Pärchen, das Entführen hat sich auf jeden Fall gelohnt. 

Die Antwort, die sie also von meinem Vater bekam, auf ihre Frage: "Ali...? Sag mal, in welche Richtung soll ich denn jetzt gehen und mich hinstellen?" war wie folgt: (Gönlünden neresi geciyorsa oraya dur hanim, beni rahat birak) "Geh, wohin dein Herz dich trägt und lass mich schlafen." 
Mein Vater war schon immer ein Mann klarer Worte. 

Ich eilte schließlich zur Hilfe, nachdem ich nicht mehr mit ansehen konnte wie die arme Frau sich mit ihrem Gebetsteppich die ganze Zeit im Kreis drehte und suchte. Das Leid musste doch ein Ende nehmen! 
Ich sagte: "Hier Anne....ich würde sagen, du stellst dich jetzt genau HIER hin. Hier ist es m.E. richtig, bin ich mir völlig sicher" 
Die Arme... ihr blieb nichts mehr anderes übrig und somit betete sie dort, wo ich d'raufgezeigt hatte. 

Am nächsten Morgen kam nicht nur das Tageslicht, sondern auch die grausame Wahrheit zum Vorschein. Und zwar hatte meine Mutter nämlich wegen mir, den Eiffelturm in Paris angebetet, statt Mohammeds Grab in Mekka. 
Okay ich geb's zu...war mir schon ziemlich peinlich, aber kann ich was dafür? Hallo??! 
Und an dem Morgen war ich nun endlich sicher: Meinen Orientierungssinn hatte ich mit Sicherheit NICHT von meinem Vater geerbt. 


Mein Vater ist aber immer noch Stolz, wenn er von damals erzählt. Von der Entführung...und von dem Leben danach, was er mit meiner Mutter und mit uns Kindern erlebt hat. Voller Wehmut erzählt er von den ersten Monaten im "Hayim", die Zeit in Deutschland, von den vielen, vielen abenteuerlichen Autofahrten in die Heimat all die Jahre...mit wie wenig Schlaf er damals ausgekommen war, um doch so schnell wie möglich im Dorf anzukommen...die Geschenke auszupacken... wieviel er doch eigentlich geschafft hat, ganz alleine, für Frau und 3 Kinder gesorgt hat, "tek maasla" ...nur mit EINEM Lohn (wo er so Recht hat).


Beim Abschied zuletzt hat er mich umarmt, gedrückt und mir mit einem frechem Grinsen ins Ohr geflüstert: "Kizim, geh mal , wenn du wieder in D bist zu meiner Lieblings-Imbissbude und iss für mich mal ne vernünftige , leckere Currywurst mit Pommes! " , worauf meine Mutter sich zu Wort meldete: "Das habe ich gehört!!" 


Meine Eltern...... 
....und wenn sie nicht gestorben sind (Allah korusun/Gott bewahre), dann drehen , zoffen und lieben sie sich noch heute. 
Ich hab sie auch lieb...so lieb. 

Kommentare:

  1. Wunderbar. Ich liebe deinen Blog, er lässt mich lachen und ich bekomme Gänsehaut.

    Mach bitte weiter so.

    LG

    Simone

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Simone,
      freut mich sehr, dass es dir gefällt. Danke Dir ganz herzlich für diesen lieben Kommentar.

      LG

      Löschen
  2. Wirklich wunderbar -- man spürt die Wehmut, und doch ist es eine wunderschöne Geschichte. Danke für's Teilen!

    So long,
    Corinna

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Gerne doch.
      Und du hast Recht, steckt wirklich auch Wehmut d'rin.

      Löschen
  3. So eine schöne Familiengeschichte....und ich muss vergleichen, wie das wohl für meine Kinder ist, die in einem fremden Land aufwachsen und wann immer sie wollen skypen können oder telefonieren...nix ist mit Kassetten...;-). Und ein wenig auch mit meinem Vater, der Anfang der 60er Jahre nicht aus der Türkei, sondern aus der ehemaligen DDR nach Westdeutschland kam und sich dort zunächst in Dortmund bei Hoesch am Hochofen durchschlagen musste...so unterschiedliche Geschichten und doch so voller Gemeinsamkeiten....toll, was unsere Eltern damals geleistet haben und welchen Mut sie hatten...

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Oh, die Geschichte Deines Vaters klingt auch für mich sehr bekannt...dort haben sogar einige Bekannte von meinem Vater gearbeitet. Ist wirklich bewundernswert, was unsere Eltern damals geleistet haben...

      Und was die Technologieentwicklung angeht: Eine Freundin von mir aus der Türkei, hat jemanden aus Deutschland geheiratet und lebt seit 2 Jahren hier. Ich beneide sie immer dafür, dass sie jeden Tag über Skype Kontakt zu ihrer Familie hat, als wären sie täglich zusammen in einem Raum. Wenn ich ihr aus unserer Zeit damals erzähle, kann sie es kaum glauben und sagt, sie vermisse ihre Eltern nicht mal so extrem, dadurch dass sie sie jeden Tag sieht auf dem Bildschirm.
      Sie sitzen sich gegenüber, frühstücken zusammen, quatschen, tratschen... hach, sowas hätte es damals geben sollen, dann wären meine Eltern glaube ich auch nicht so schnell weg gewesen:)

      Löschen
  4. Ach, so schön erzählt! Meine beste Freundin in der Kinderzeit war Griechin - und ihre Eltern waren auch als Gastarbeiter nach D gekommen. Beim Lesen deines Artikels kamen auch bei mir viele Erinnerungen an diese Zeit hoch.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Wir haben alle soviel gemeinsam.. es macht mir immer viel Spaß, wenn wir (die 2. Generation) uns darüber austauschen. Es gibt so viele bewegende und lustige Geschichten über diese Zeit zu erzählen...

      Löschen
  5. Gute Güte, tatsächlich im Kartoffelsack? Und das hat sie ihm verziehen? Was hat sie überhaupt bei den Tannen gewollt? Fragen über Fragen...
    Stell es mir wirklich gar nicht einfach vor, weder für die Eltern, noch für dich. Vielen Dank für diese charmante Erzählung!

    Liebe Grüße,
    N.

    P.S Ich glaube ja der Eifelturm wurde schon sehr oft versehentlich angepingt. Das stört ihn sicher nicht besonders, im Gegenteil, er freut sich mal über diese Abwechslung, auch wenn er von Religion nicht den blasseseten Schimmer hat ;)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Berechtigte Fragen Njala:)

      Es war so: Meine Mutter war im Sommer wohl immer auf der Alm mit ihrer Familie. Sie hatten ein paar Schafe und Ziegen, und mit denen ging meine Mutter dort im Umkreis grasen. Mein Vater hat wohl einen günstigen Moment abgewartet, als meine Mutter weit weg von ihrer Familie war und hat ihr einen Sack über den Kopf gestülpt. Angeblich, weil sie keiner entdecken sollte (frag jetzt nicht):) und wohl auch bedenken hatte, dass meine Mutter nicht freiwillig mitgekommen wäre. Denn durchbrennen kommt bei den Familien der Mädchen überhaupt nicht gut an und sie werden zumindest für eine Weile von der Familie ausgetoßen. Meine Mutter war wohl schon ein wenig verliebt in meinen Vater, aber sie war jemand anderem versprochen -war sogar verlobt mit ihm, obwohl sie ihn nicht unbedingt wollte- aber sie war eben ein braves Mädchen):)

      Heutzutage klingt sowas so absurd, aber so war es dort damals tatsächlich... ich habe immer ganz faszinierend und auch entsetzt zugehört, wenn sie uns davon erzählt haben.

      Jaja...der Eifelturm... der wurde bestimmt schon mal öfters angebetet wegen mir (wir hatten öfters Besuch aus der Türkei). Vielleicht sogar auch die Meerjungfrau in Kopenhagen....oder der schiefe Turm von Pisa.... oh Gott, ich werde in der Hölle schmoren!

      Löschen
    2. Ach was, lieber aufrichtige Gebete in die falsche Richtung, als falsche Gebete in die richtige... ;-)

      Löschen
    3. DAS sind weise Worte:)

      Löschen
    4. Wow das klingt so abenteuerlich! Solange sie glücklich sind find ichs ok, dass ihre Lösung funktioniert hat. Und immerhin, sie konnten sicher auch ihren Enkeln davon erzählen, die sicher jetzt wissen, dass sie die coolsten Großeltern der Welt haben. Vielleicht aber auch die rebellischsten? *räusper* Hat es lange gedauert bis deine Mama ihren Eltern wieder unter die Augen treten konnte?

      Ansonsten kann ich Kugelhoch3 nur zustimmen. Aufrichtige Gebete finden ihren Weg nach Mekka ganz alleine.

      Ganz liebe Grüße,
      N.

      Löschen
    5. 3 Monate hat es gedauert, bis meine Großeltern ihrer Tochter -bzw. ihrem Schwiegersohn- vergeben konnten. Sie konnte ja schließlich nichts dafür (hat mein Vater ja geschickt eingefädelt...hehe) Die Liebe zum Kind siegt eben früher oder später doch...Gott sei Dank.

      Löschen
    6. Da hat sich der Kartoffelsack ja gelohnt. Denke mal sie hat ihm verziehen *hihi*
      Lieben Dank übrigens für deine Mühe und deine Antworten!

      Löschen
  6. Wie schön es ist, dass im Falle Deiner Eltern die Liebe gewonnen hat! Sie scheinen wunderbar zusammen zu harmonieren.

    AntwortenLöschen
  7. Ach, wie schön :-)
    Ich wünsche dir ein frohes neues Jahr, liebe Ayse!

    AntwortenLöschen
  8. Schön zu lesen.
    Überhaupt - weiterhin - ein Prachtblog!

    AntwortenLöschen
  9. Eine tolle Geschichte Ayse. Es ist so herrlich mit in den Erinnerungen schwelgen zu dürfen. Danke, dass du diese doch so privaten Gedanken mit uns teilst.

    AntwortenLöschen
  10. hi, bei meinen eltern war es genauso....wirklich GENAU SO. bis auf die tatsache das mein Vater ins gefängnis kam dann nach 1 nem jahr raus kam und meine mutter letztendlich einwilligte ihn "freiwillig" zu heiraten. Naja heute habe ich mit meiner mum telefoniert mein vater ist schon lange tot. Ich fragte sie ob sie denn nicht meinen Vater geliebt hat (im rahmen eines gespräches was hier aber zu viel wäre) und sie sagte "Nein habe ich nicht, aber wir hatten eine Familie und was hätten die Leute sonst gesagt "du bist schon benutzt worden von dem und dem bei deiner entführung und nun kommst du und willst einen anstädngigen mann?" achja hinzu kam noch "im laufe der zeit musste man sich lieben lernen und ich kam hier her damit meine kinder überlebten". Nachdem ich das nun gehört habe...eben grade von meiner Kopftuchtragenden Mutter bin ich einfach nur traurig und könnte weinen. Ich hatte meinen Vater als kind und bis VORHIN stets bewundert, genau wie du "was haben die doch geleistet er war offizier in der armee diese (romantische) entführung etc./meine version)....das alles ist mir mit einem mal alles genommen worden und ich denke wirklich ich bin der sohn eines vergewaltigers und entführers der auch damit drohte alle anderen mit denen meine Mutter zusammenkommen könnte wenn sie ihn nicht nimmt zu "erschiessen"...ich weiss nicht ob ich nun stolz sein oder mich zu tode schämen soll....ich bin so enttäuscht, ich dachte immer er war ein guter mensch, wer weiss wie viele leute er als soldat getötet hat... =( und ich habe seine gene.....keine ahnung.....KEINE VERFFFFICKTE AHNUNG =((((

    AntwortenLöschen