Dienstag, 11. Dezember 2012

Simit - Des Türken liebster Snack


Es gibt wohl keinen Türken, der ihn nicht liebt. Alle sind verrückt danach, ganz besonders wir Deutschländer. Denn den allerbesten  Original- Simit gibt's nun mal nur in der Türkei. Und zwar an jeder Straßenecke, im Handverkauf  bei mobilen Straßenhändlern. Klar gibt es in jeder Bäckerei auch Simit, aber der  andere ist nun mal der Beste. 
Simit ist Tradition. Simit ist türkische Kultur. Es wird auch  "Snack für Arme"  genannt, denn es ist billig (50 kurus-1 TL = ca. 25 -50 cent), unkompliziert im Verzehr und superlecker!







In der Region von Izmir wird es übrigens "Gevrek" genannt. Und wer hat es erfunden? Hm? Natürlich die Osmanen....tsss...die Osmanen mal wieder. Durch sie wurde damals von den Österreichern auch das Hörnchen/Croissant erfunden. Die bösen Osmanen belagerten die Stad Wien, wurden aber von den Wienern überlistet und zur Feier erfand man das Gebäck mit der türkischen Halbmondform. Besagt zumindest eine Legende.
  Simit wurde vor ca. 500 Jahren im osmanischem Reich erfunden und fand seitdem auch im Balkan Verbreitung.
In Griechenland werden sie Koulouri , in Bulgarien u. Mazedonien Gewrek genannt.

"Simit ve cay", Simit und (türkischer) Tee sind ein unzertrennbares Duo. Die beiden gibt es gerne im Doppelpack. Schafskäse, Oliven und Tomaten werden auch sehr gerne dazu gegessen.

Also, wenn ihr mal in der Türkei seid, müsst ihr die Dinger unbedingt mal probieren. Die, die hier in Deutschland verkauft werden, könnt ihr vergessen!
Das hat wenig bis kaum mit dem Original zu tun.



Ich LIEBE Simit!
Deswegen habe ich am Wochenende wieder welche gebacken. Die schmecken wenigstens so ähnlich, wie das Original. 
Dazu macht man Hefeteig (1kg Mehl, 20 g frische Hefe, 10-15g Salz, Wasser),  lässt es aufgehen.


Das Sesam in einer beschichteten Pfanne etwas rösten.


In einer Schale den Sesam und in einer anderen "Pekmez" mit wasser verdünnen. Pekmez gibt es beim Türken. Das ist Traubensirup.


Dann den Teig so verarbeiten....



Den Kringel zuerst in dem verdünntem Pekmez...


...dann im Sesam wälzen...


...und ab in den vorgeheizten Backofen (225-240 Grad)



und goldbraun backen, fertig. Afiyet olsun!


Kommentare:

  1. Hmm, und dabei liebe ich schon die ich hier in Deutschland ergattern kann... Also nachbacken! Danke für das Rezept!
    LG Cynthia

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    1. Du müsstest echt mal die in der Türkei probieren... die in D würdest Du gar nicht mehr essen wollen (so wie ich).
      Viel Spaß (und Erfolg) beim Nachbacken!:)

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  2. Irgendwann schaffe ich auch das mal... und wenn es nur für Simit ist :-)

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  3. Sehn superlecker aus. Teig ist wie bei unsren Brezeln. Die versuch ich auch mal, auch wenn ich nich weiss, was genau Pekmez ist. Sowas wie hierzulande Natronlauge?
    Und ich liebe Sesam.
    Danke für das Rezept!
    Liebe Grüße und einen tollen Tag für dich!
    N.

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    1. Hab ich ja schon erwähnt, Pekmez ist Traubensirup. So ähnlich wie Zuckerrübensirup, nur etwas flüssiger.

      Liebe grüße zurück!

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  4. Danke für das Rezept......... Aber: warum erbarmen sich denn nicht ein paar Inlandstürken um hier für Deutschländer und Deutsche Simit zu backen? Das ist dann doch DIE Marktlücke!

    LG Filinchen

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    1. Du sagst es Filinchen! Dasselbe frage ich mich schon seit Jahren.
      Ja, sie meinen, sie würden Simit machen, aber es ist nicht der Gleiche wie der in der Türkei. Es gibt in Köln einen Restaurant/Bäckerei/Cafe Namens "Simitland", war ich auch schon mal, nur wegen dem Simit. War einigermaßen o.k., aber.... m-m, nicht ganz. Weiß auch nicht, warum man den hier nicht so hinkriegt, wie drüben.

      Oder vielleicht kenne ich keinen Laden/Bäckerei, wo es die gibt. Mag auch sein. LG

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  5. Vielleicht liegt es am Mehl? Ich habe mal irgendwo gelesen, daß der Grund, warum Baguette hier einfach nicht so wie in Frankreich schmeckt, an dem Mehl liegt, daß die Franzosen angeblich aus Kanada beziehen. Schmecken denn Deine Simit so wie in der Türkei? - Was mich aber extrem beeindruckt, ist dieser Turmbau auf dem Kopf; es ist mir unbegreiflich, daß das jemand schafft.

    LG Filinchen

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    1. Irgendwas ist da anders, wenn ich das mal wüsste... die haben bestimmt ein Geheimrezept!
      Die meisten Simits, die hier verkauft werden, sind von der Konsistenz her wie Milchbrötchen und DAS find ich schrecklich bei Simit. Es muss ein Hefeteig sein, außen muß es knusprig und innen weicher sein. Ich kann's schlecht beschreiben aber die in der Türkei schmecken eben unvergleichlich.

      Meine selbstgemachten kommen dem schon ziemlich nahe, aber sind noch lange nicht so gut.

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    2. Es gibt extra Mehlsorten zum Brot- bzw. Brötchenbacken. Das 550er ist schon besser geeignet, oder das 812er für helle Mischbrote.

      Cooler Beitrag, danke für das Rezept.

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    3. Das sollte ich wirklich mal ausprobieren, mal sehen ob es beim nächsten mal einen Unterschied gibt. Danke für den Tip!

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  6. sooo, jetzt will ich Simit essen. Wie soll ich das jetzt machen???

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  7. Ich LIEBE Simit. Leider habe ich es bisher nur bei meinem ersten und bisher einzigen Istanbul Urlaub genießen können. In Deutschland habe ich sie noch nicht gesehen und freue mich riesig darauf das Rezept auszuprobieren :D

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