Freitag, 16. November 2012

Demnächst: Tod und Trauer auf Türkisch




Mir schwebt schon seit einiger Zeit der Gedanke im Kopf herum, auch mal über dieses Thema zu schreiben.
Da es nun mal ein sehr schwieriges Thema ist, habe ich es irgendwie immer "beiseite geschoben". Auch wenn ich ganz bestimmt nicht jemand bin, der ständig mit einer roten Clownnase durch's Leben zieht und mit Konfettis um sich wirft ,  schreibe ich nun mal lieber über lustigere Themen. 
Aber das Leben besteht nun mal -wie wir alle wissen- nicht nur aus lustigen Dingen, leider.
Und da ich komischerweise in den letzten Tagen auf einigen Blogs Beiträge über dieses Thema gelesen habe, dachte ich, dass es jetzt an der Zeit wäre.
Ich finde es interessant über andere Bräuche zu erfahren, in jeder Hinsicht. Deshalb denke ich, ist es für den einen oder anderen unter Euch bestimmt genauso interessant, auch mal über dieses Thema zu lesen.
Also...demnächst:
Alles über Tod und Trauer unter Türken. Wie sie damit umgehen, was für Rituale und  welche Bräuche es diesbezüglich gibt. U.a., warum die Familie, die jemanden verloren hat, von der Nachbarschaft 1 Woche lang bewirtet und bekocht wird.

UND-was es mit dem "Irmik-/Un Helvasi" , Grieß-/Mehlpudding auf sich hat, den man kocht, wenn jemand gestorben ist.




All das und noch viel mehr, in Kürze!

(Habe grade wieder wenig Zeit für's bloggen)

Kommentare:

  1. Ich auch, zumal ich vor Jahren am Rande einiges mitbekommen habe. Der Bruder war tödlich verunglückt. Nächtens stundenlanges großes Geschrei und Weinen. Die Familie lebte recht zurückgezogen und somit waren wir überrascht als ein gefühltes ganzes Dorf anrückte. Ca. drei Tage war die Straße belagert, viele im Schneidersitz auf dem Bürgersteig.

    Noch eine Frage zur Hochzeit. Du erwähntest ganz kurz, daß man dem jungen Paar die Wohnung komplett einrichtet. Wer zahlt das und gibt das Brautpaar etwas dazu?

    Ein schönes Wochenende wünscht
    Filinchen

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    1. Hallo Filinchen,

      ja, genauso ähnlich kann es manchmal zugehen.

      Zu Deiner Frage: Es ist meistens so, dass die Braut nur für das Schlafzimmer verantwortlich ist, den Rest übernimmt der Bräutigam. In unserer Kultur ist, oder fühlt sich zumindest, die Familie für die Heirat der Kinder verantwortlich. Sie übernehmen meistens einen Großteil der Kosten. Es ist aber eigentlich jedesmal individuell verschieden. Es gibt Brautpaare, die beide Geld verdienen und alles selbst übernehmen, manchmal verlangen die Eltern das auch. Wenn das Gesparte nicht reicht, wird meistens Kredit aufgenommen, oder alles in Raten gekauft.
      Bei der Hochzeit kommt ja wirklich sehr viel wieder zurück, die Geld-und Goldgeschenke sind enorm viel. Wer es nötig hat, bedient sich daran und zahlt das meiste so wieder zurück, oder zahlt weiterhin alles in Raten ab. Wie gesagt, kommt immer auf die Verhältnisse innerhalb der Familie an. Jeder so , wie er kann und/oder möchte.

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  2. Gehört zum Leben dazu. Und der November lädt zu diesem Thema dann auch irgendwie ein... leider.

    LG

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  3. Ich auch! Und ich finde auch, dass es irgendwie in den November passt.

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  4. Ein schwieriges Thema, das ich nur zu gerne verdränge. Bin gespannt, wie du dich "der Sache" annimmst...

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