Montag, 10. September 2012

Türkische Gastfreundschaft - Teil 1


"HOŞGELDİNİZ!" (Liss'n ent ripiht: "Hoschgeldiniz")

Das ist das allererste Wort, was man bei uns zu hören bekommt, wenn man irgendwo hinkommt. Sei es zu Besuch bei Freunden oder als Kunde in irgendeinem Laden, als Gast in einem Restaurant usw.
Egal ob man erwartet wird oder nicht. "Herzlich Willkommen" ist man  immer.

Der Gast wird traditionell immer "auf Händen getragen". Das Wohnzimmer wird bei uns auch deshalb 
"Misafir odasi" genannt, also "Gästezimmer". Der Gast soll es immer gut haben, wenn er kommt. Es fängt schon beim Eintreten an. Sofort werden ihm von der Frau (wenn es ein männlicher Gast ist, vom Mann )des Hauses die Jacke/der Mantel abgenommen,  (nachdem er sich die Schuhe ausgezogen hat) Hausschuhe angeboten und kurz nachdem ihm der gemütlichste Platz angeboten und mit ihm ein Pläuschchen gehalten wurde, gefragt, was man ihm zu trinken anbieten kann. "Cay mi alirdiniz , kahve mi?"  Tee oder Kaffee (türkischen Mokka), das ist zunächst immer das vorläufige Standartangebot des Hauses. Wenn es sehr heiss draußen ist, wird natürlich auch gefragt, ob man doch lieber was kaltes haben möchte.



Wenn der Gast unerwartet kommt  und man gerade beim Essen war, bittet man ihn natürlich unbedingt an den Tisch. Auch wenn er freundlich ablehnt und sagt, er habe keinen Hunger, muss er doch wenigstens mit dabeisitzen. Wir Türken glauben nämlich, dass der Gast sich evtl. nicht traut, oder es ihm unangenehm ist, oder sich schämt zu sagen, dass er Hunger hat. Deswegen wird er nicht nur einmal gefragt  bzw. gebeten, sondern mehrmals. Im Zweifelsfall, bis er endlich aufgibt und mitkommt.  Den Gast dort links liegen sitzen lassen und als Gastgeber einfach so weiteressen, das geht GAR nicht! Das gehört sich einfach nicht.

Als ich noch ein Kind war und wir evtl. mal beim Nachbar waren -das war eine Seltenheit, weil wir wussten: Das macht man bei den Deutschen nicht-  also, einfach mal so vorbeischauen, ohne es vorher anzukündigen, das mochten sie nicht. Wenn, dann war es wirklich eine absolute Ausnahme. Vielleicht wollte er uns mal was zeigen oder sowas und holte uns zu sich in die Wohnung.
Wir fanden es immer äusserst befremdlich und waren unangenehm überrascht, wenn sie uns -während sie am gedeckten Tisch saßen- nicht an den Tisch gebeten haben. Wenigstens aus Freundlichkeit, denn gegessen hätten meine Eltern dort sowieso nichts, es könnte ja vielleicht Schweinefleisch irgendwo drin sein. Ich schon, ich habe es geliebt, wenn ich mal bei deutschen Freundinnen zum Essen bleiben konnte. Deutsche Hausmannskost esse ich heute auch noch sehr gern. Schweinefleisch muss es jetzt nicht unbedingt sein, aber es gibt ja noch viele andere leckere Dinge in der deutschen Küche.
Sie aßen also genüßlich weiter , während wir solange auf sie warteten. 

Und was meine Eltern auch immer sehr ungewohnt  fanden, war: Wir wurden nicht bis zur Tür begleitet. Man sagte nur "Tschüß!" , saß weiter in seinem Sessel und wir mussten ohne sie wieder zur Tür und raus. Das gibt es bei uns natürlich auch nicht, niemals! Es wäre sehr beleidigend für den Gast, wenn der Gastgeber sowas machen würde. Das wäre ein Zeichen, dass der Gast nicht willkommen war/ist und er würde sich auch nie wieder blicken lassen.

Wir, vor allem meine Eltern brauchten also eine ganze Weile, bis sie sich an die anderen Gewohnheiten und Sitten gewöhnt hatten in Deutschland.

Aber es war früher viel extremer. Heute hat sich einiges verändert , finde ich. Und zwar bei beiden Seiten.
Ich habe deutsche Freunde und Bekannte, die mir immer anbieten, mitzuessen  oder die mich immer bis zur Tür begleiten. Vielleicht, weil sie wissen, dass ich auf sowas Wert lege, ich weiss es nicht so genau. Und wenn, fände ich es dann besonders nett von ihnen.
Und meine Landsleute statten auch keine Spontanbesuche mehr ab, wie früher. Es wird vorher immer Bescheid gesagt und sich abgesprochen, was ich persönlich auch viel besser finde .
Wenn jemand anrief und sagte, er würde gerne vorbeikommen, ob wir denn Zeit hätten, hatte meine Mutter niemals nein gesagt. Das gehörte sich auch nicht zu sagen: "Nein, wir können heute nicht, wir haben schon was anderes vor" Was ich persönlich nie verstanden habe.  Da wurde sogar bei der anderen Familie der Besuch kurzfristig abgesagt, mit der Begründung, dass sich bei UNS Besuch angekündigt hätte. Als ob das weniger unfreundlich gegenüber der anderen Familie war, tsss...
Wie gesagt, das hat sich mittlerweile alles geändert.

Man "lernt" wohl voneinander, mit der Zeit.

Früher waren WIR ja auch die "Knoblauchfresser" und unsere Nachbarin guckte ganz erstaunt, wenn sie Auberginen oder Okraschoten bei uns sah. Heute ist u.a. Knoblauch auch aus der deutschen Küche nicht mehr wegzudenken (Nä-nä-nä-nä  nääää nääää!) :P






Es gibt noch einiges , was ich zu diesem Thema schreiben möchte.
Deswegen schalten Sie auch das nächste Mal wieder ein, wenn es heisst: "Wir kriegen Besuch. Ali, hol doch mal das halbe Lamm aus dem Kühlfach!"

Kommentare:

  1. Öy, ich bring meine Gäste auch immer zur Tür (weil ich sichergehn will, dass die Pfeifen tatsächlich verschwinden).^^

    Naja, Gastfreundschaft ist so ´ne Sache...macht ´nen erheblichen Unterschied, ob auf dem Land oder in der Stadt, in welcher Region, wie alt die Leute sind etc.pp.

    Ich hab ja lange im Süden gelebt, u.A. Spanien und Südfrankreich, da findet das Leben eh zwischen Frühling und Herbst draussen statt und da setzt man sich halt dazu.

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    1. Mein Vater sagt das zu den Gästen auch immer, wenn die lächelnd sagen, dass sie den Weg doch auch alleine rausfinden: "Ich will aber sicher gehen, dass ihr nicht nochmal umdreht und zurückkommt." ER sagt es ohne zu lächeln. Aber die kommen immer wieder. Gut, dass die seinen trockenen Humor kennen.

      Und ja, Du hast Recht. Ob auf dem Land oder in der Stadt und das Alter, spielen da eine entscheidende Rolle.

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  2. Guten Morgen, Ayse!
    Bei uns wurden und werden Gäste stets an der Tür verabschiedet... wahrscheinlich, um sicher zu gehen, dass sie nichts mitgehen lassen :-))))
    Unangekündigter Besuch war bei meinen Eltern ein absolutes NoGo - und wenn ich ehrlich bin, dann möchte ich auch vorgewarnt sein.... ich sitze hier nämlich manchmal in meiner Schlabberhose herum... mit der fahre ich auch meine Kinder in die Schule oder bringe den Müll raus - aber Besuch empfangen?
    Das Foto ist super! Erinnert mich schwer an den DönerLaden um die Ecke *kicher*
    Ich freu mich schon auf die Fortsetzung, lieben Gruß, vany

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    1. Vany , hehe...das ist natürlich auch ein plausibler Grund. Jeder hat so seine eigene Motivation, um seine Gäste zur Tür zu bringen:)

      Unangekündigt ist wirklich schwierig. Da gerate ich manchmal auch in Panik. Aber kommt galub ich auch immer auf den Gast an. Wenn's ne gute Freundin ist, ist es auch nicht sooo schlimm, wenn's mal gerade unaufgeräumt ist.

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  3. Wunderbarer Post!

    Die türkischen Bräuche haben allgemeine Gültigkeit- doch, finde ich wirklich!
    Sie zeugen von Respekt und Höflichkeit.
    Na gut... bis vielleicht auf "dem Besuch absagen, weil man selber welchen bekommt" ;-).

    Das Ding mit den Spontanbesuchen finde ich wunderbar!

    Und deinen letzten Satz :-))))!
    Und DICH!!!!!

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    1. Dass DU nichts gegen Spontanbesuch hast, wundert mich jetzt irgendwie gar nicht.
      Ach Du...Du.... lass Dich mal drücken! *knuddel*

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    2. Und rate mal, was der Spontanbesuch als erstes denkt (ich kann's an seinem Gesicht ablesen, ich schwör! Besser als im Kaffeesatz, hö hö)?
      "wie sieht's denn HIER aus...?"

      Denn leider kommt NIE einer spontan vorbei, wenn's aufgeräumt ist!
      Nicht mal der Postbote!

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  4. Hey! Toll geschrieben!

    Aber ich MUSS einfach widersprechen... wenn ich IRGENDWO zu Besuch kam, egal welcher Nationalität, ich wurde IMMER zum Essen mit eingeladen! So war das auch immer bei uns zuhause... Und das ist auch gut so!

    Aber Spontanbesuche mag ich trotzdem nicht... Es könnte ja irgendwas nicht so sauber sein, wie man es für den Besuch gerne hätte... Ich mach mir da immer total den Stress...

    LG!

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    1. Ich auch. Total! Ist mir immer sehr unangenehm, wenn mal jemand unangekündigt reinplatzt. Ich bin halt nicht so wie meine Mutter, die ständig aufgeräumt und geputzt hat und die Wohnung sich IMMER im "Besuchaufnahmezustand" befand:)

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  5. Spontanbesuche finde ich manchmal sehr angenehm. Man muß nichts vorbereiten und der Gast muß alles so hinnehmen wie es gerade ist. Das ist dann doch recht stressfrei. Der angekündigte Besuch (Schwiegermutter u.ä.), die ein mehrtägiges Putzen erfordert, kann extrem belastend sein. Wenn ich aber gerade mit Matschepampe auf dem Kopf herumsitze, weil ich mir die Haare färbe oder aber erdverschmiert bin, weil ich im Garten buddel, finde ich ein plötzliches Auftauchen eines Gastes nicht so prickelnd. Es ist also ein Lotteriespiel. Ich habe festgestellt, daß die jüngere Generation nicht diese hohen Ansprüche stellt wie die ältere, die eine stets aufgeräumte Wohnung und eine wie zum Ausgehen vorbereitete Hausfrau erwartet.

    Aber: Gäste werden und wurden IMMER zur Tür begeleitet, alles andere ist grottenschlechtes Benehmen.

    Filinchen

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    1. Filinchen, da geb ich Dir ja so Recht. Ich sag ja, es kommt auch immer darauf an, WER unangekündigt kommt. Und wem sagst Du das: Bei angekündigtem Besuch wird bei uns immer vorbereitet, gekocht, gebacken, geschnibbelt wie verrückt. Da kann spontaner Besuch immer sowas von entlastender sein. Aber wenigstens kurz vorher durchklingeln und mir noch Zeit lassen, die Wohnung noch so ein wenig aufzuräumen, wäre mir schon lieb;)

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  6. Hehe... als ich geleite meine Gäste immer zur Türe. Habe ich auch so meinen Kids beigebracht. Das gehört sich einfach.

    Okay, unangekündigten Besuch zum Essen einladen ist dann manchmal etwas schwierig, weil ich ja i.R. nur für 4 koche. ;)

    LG

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    1. Ich sag ja Manu, früher (in den 70'ern) war das alles noch'n bisschen anders. Genau das, nämlich die Gäste nicht zur Tür geleiten, war für uns immer typisch deutsch. Wenn im Urlaub alle Verwandten und Freunde wissen wollten, wie es so ist in D, wie die Menschen sind und was so typisch für sie sei, erzählten meine Eltern immer davon. Und noch einiges mehr, aber davon werde ich in anderen Posts noch berichten. UND HAH! Das mit dem 'nur für bestimmte Personenzahlen kochen-oder auch nicht', davon auch das nächste Mal!:))

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  7. Ich finde solche Posts super interessant! Vielen Dank! Ich habe naemlich gerade ein tuerkisches Maedchen kennengelernt und wir leben hier beide in Amerika. Ich finde es gar nicht so leicht, mit den verschiedenen Gebraeuchen umzugehen, zu verstehen und nicht an der falschen Stelle zu verallgemeinern.
    Meine Eltern hatten z. B. immer ein offenes Haus und wer kam, konnte immer gern mit uns essen. Ich denke, das kommt auf die Familie an. Unangemeldete Gaeste finde ich auch nicht so toll, wegen der latenten Unordnung im Haus ... Hier in den USA gilt aber, sich nicht entschuldigen, wenn es nicht so toll aussieht, sonst koennte der spontane Gast denke, dass er nicht willkommen ist und man sein Kommen unpassend findet.

    Ich freu mich drauf mehr zu lernen! Alles Gute.

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    1. Ich weiss jetzt gar nicht ob Du männlich oder weiblich bist, würd mich jetzt mal interessieren ob es nur eine Freundschaft ist, oder evtl. eine Liebesbeziehung. (Obwohl, kann ja in beiden Fällen zutreffen)
      Deswegen fände ich es nett, wenn anonyme Kommentatoren wenigstens einen Namen hinterlassen würden, auch wenn es ein erfundener ist. Erleichtert mir auch die Anrede.

      " Hier in den USA gilt aber, sich nicht entschuldigen, wenn es nicht so toll aussieht, sonst koennte der spontane Gast denke, dass er nicht willkommen ist und man sein Kommen unpassend findet."

      DAS finde ich z.B. mega-interessant! Könnte glatt von uns kommen:) Aber bei uns sollte man es auch nicht so extrem zum Ausdruck bringen, sonst würde sich der Gast genauso unwohl fühlen. Hab ich auch schon mal mitbekommen.


      An alle: Vielen dank für Eure Kommentare! Immer wieder interessant, über solche Themen Feedback zu bekommen.

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  8. Was du beschreibst gilt auch in Deutschland als unhöflich. Ich kann mir ein solch schlechtes Benehmen auch nur so erklären, als dass die Vorfahren dieser so verfahrenden Herrschaften stets Personal beschäftigten. Dieses empfing und verabschiedete dann wohl die Besucher anstelle der Gastgeber. Aus Kostengründen hat man sich dann wohl schneller von seinen Dienern verabschiedet als man zur Anpassung an neue Umstände fähig war.
    So bringt man auch hier gewöhnlich Gäste zur Tür oder zur Straße und winkt, bis sie um die nächste Ecke biegen. Vielleicht hatte ich Glück, aber ich habe das meistens auch so erlebt. Heute Wünsche ich mir dafür manchmal, ich könnte unerkannt verschwinden. Heißt das polnischer Abgang? Ohne den ganzen Smalltalk und von wegen wie sehr man sich freuen würde sich bald wieder zu sehen. Aber diese Begegnungen gibt es leider immer mal wieder, sie lassen sich nicht immer vermeiden.

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  9. Da kommt Langiziiti auf (=Sehnsucht, "lange Zeit" auf schweizerdeutsch) nach meiner Freundin Sıdıka in der Schweiz, die ich seit unserem Umzug nach Portugal nicht mehr gesehen habe...:(

    Portugiesen sind auch sehr gastfreundlich. Ich kann mich erinnern, wie wir mal mit einem Kleintransporter und weiteren Autos um 23 Uhr bei irgendwelchen vorher nie gesehenen Verwandten eintrafen und in Windeseile der Tisch gedeckt war - mit dem Lamm, das gerade zufällig - eigentlich für ein Fest am nächsten Tag - im großen Holzofen geschmort hatte....

    Ich glaube fast, ich übernehme das Thema gelegentlich und erzähle von der portugiesischen "hospitalidade". Ach ja - und der marokkanischen! Schweizer sind da im Allgemeinen ein wenig reservierter. Und komplizierter. Aber nicht alle, und in der letzten Zeit hat sich auch viel getan.

    Also dann, ich freu mich auf die Fortsetzung! Lieben Gruß Cristina

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  10. In dieser Hinsicht müssen wir Deutschen umdenken. Wir sind ja eigentlich auch gastfreundlich, aber es geht nichts über Planung, gerade hier in Norddeutschland. Danke für den Denkanstoß.
    LG Sabine

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  11. sehr schön geschrieben, liebe ayse!
    zum glück! hat sich inzwischen etwas geändert in sachen gastfreunndschaft und zum großen glück sind auch wir inzwischen knoblauchfresser :))
    llläckarr!! und gesund dazu...finde es immer toll, von anderen gebräuchen zu hören und zu lernen. schön, wenn "die deutschen" nicht immer nur als steif und diszipliniert gesehen werden, sondern langsam lockerer und spontaner werden.
    freue mich auf deine fortsetzung!
    liebe grüße von dornrös*chen

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  12. Also dieses Verhalten von uns Deutschen, dass du beschreibst, ist mir völlig fremd und schon immer fremd gewesen. Natürlich wurden und werden Spontangäste mit an den Tisch gebeten und später zur Tür geleitet. Ist doch klar, alles andere geht ja gar nicht.

    Natürlich ist es mir lieber, wenn sich Besuch anmeldet, aber wenn er einfach so da ist, wird er eben wie ein willkommener Gast behandelt, was aber nichts mit Umdenken zu tun hat, sondern m. E. einfach selbstverständlich ist.

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  13. Ich kann Spontanbesuche überhaupt nicht leiden, ich mag das gar nicht. Die, die mich kennen, wissen das.

    Aber ich kenne es auch so, dass ein Gast zur Tür gebracht wird! Natürlich kanns Ausnahmen geben, aber in der Regel ist das so! Kenn ich von daheim nicht anders.

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  14. Ohne Knoffi geht nix.. :)
    Wer meine Wohnung mit Hunger oder Durst verlässt, ist selber schuld. Das Gastrecht ist etwas wichtiges und ehrt sowohl den Gast als auch den Gastgeber. Ich empfinde es immer als außerordentlich angenehm wenn ich bei einem türkischen Kaufmann, Friseur oder bei meinem LieblingsDönerMann <33 einen Tee bekomme.. einfach so und völlig selbstverständlich..

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  15. Liebe Ayse darf ich meinen Senf dazu geben ???
    Also folgendes: bei uns gingen damals (als ich Kind war)auch unsere deutschen Freunde ein und aus und natürlich wurden sie "gezwungen" mit uns zu essen, so wie in allen türkischen Familien ;) Einmal war ich bei meiner deutschen Freundin zu Hause und es war Essenszeit und weiß du was ich zu hören bekam? "Also ich muss dich jetzt rausschmeißen, weil wir jetzt essen wollen". Ich dachte ich höre wohl nicht richtig und bin total verstört nach Hause gegangen und habe das meiner Mutter erzählt. Meine Mutter war dann so sauer auf mich, weil ich nicht früher nach Hause gekommen bin und mir sowas anhören musste, so in der Art "selber schuld". Ich habe danach mein Leben lang (bis heute) darauf geachtet, dass ich nicht zu unpassenden Zeiten bei deutschen Freunden war/bin - das war eine Lehre fürs Leben.
    In dem Sinne....
    Papatya

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